Der Fachkräftemangel ist in aller Munde und schon jetzt spürbar. In verschiedenen Bereichen gibt es zu wenig qualifizierte Arbeiter. Dieser Trend wird sich angesichts des demographischen Wandels noch mehr verschärfen. Aber was hat das Bildungsniveau in Deutschland damit zu tun? Und was bedeutet ein steigendes Bildungsniveau?

Steigendes Bildungsniveau – Was genau heißt das?

Um die Entwicklung des Bildungsniveaus zu verstehen, sollte man sich die Abschlüsse der Schulabgänger der letzten Jahre ansehen. Der nationale Bildungsbericht von 2016 hat die Schulabgänger von 2006, 2010 und 2014 aufgeführt. Vergleicht man die Zahlen, zeigt sich ein positiver Trend. 2006 haben 8 Prozent der Schulabgänger keinen Abschluss gehabt. 2010 lag der Wert bei 7 Prozent und 2014 bei 6 Prozent. Auch die Zahl der Hauptschulabschlüsse hat sich verringert. 2006 erlangten 27 Prozent der Schulabgänger einen Hauptschulabschluss, 2010 waren es 25 Prozent und 2014 21 Prozent. Der mittlere Abschluss hingegen nahm zu. 2006 waren es 46 Prozent, 2010 53 Prozent und 2014 56 Prozent. Bei der Fachhochschulreife schwanken die Zahlen. 2006 lag der Wert bei 13 Prozent, 2010 bei 15 Prozent und 2014 nur noch bei 12 Prozent. Die allgemeine Hochschulreife hingegen unterliegt auch einem positiven Trend. 2006 erlangten 30 Prozent der Abgänger die allgemeine Hochschulreife. 2010 waren es 34 Prozent und 2014 41 Prozent. Insgesamt lässt sich also ein positiver Trend erkennen. Die Zahl der Schulabgänger ohne Schulabschluss verkleinert sich, während die Zahl der mittleren Abschlüsse und der allgemeinen Hochschulreife steigt. Es lässt sich ein steigendes Bildungsniveau erkennen.
Da das Schulsystem Ländersache ist, schwanken die Zahlen in den Bundesländern zum Teil stark. Die Zahl der Abgänger ohne Abschluss sinkt jedoch in allen Bundesländern. In Sachsen-Anhalt und Berlin hat jedoch immer noch fast jeder 10. Schulabgänger keinen Abschluss.

Steigendes Bildungsniveau heißt mehr Qualifikation

Um dem Fachkräftemangel entgegen treten zu können ist es nötig, viele junge Menschen auszubilden und damit an den Arbeitsmarkt zu bringen. Sie sind die Fachkräfte von morgen. Damit das gelingt, müssen die Abschlüsse und damit auch das Bildungsniveau der Jugend stimmen. Je mehr Menschen einen hochwertigen Abschluss vorweisen, desto mehr Potenzial ist nutzbar. Dieses Potenzial kann dann von Unternehmen genutzt werden, um entsprechend zu fördern. Und das bestenfalls möglichst früh. Wenn Unternehmen schon in der Schule auf sich aufmerksam machen, können sie früh das Interesse der Nachwuchskräfte wecken.

Akademische Abschlüsse nehmen zu

Dadurch, dass immer mehr junge Menschen die allgemeine Hochschulreife erlangen und damit studieren können, gibt es auch immer mehr Studierende. Wie bereits in einem früheren Beitrag erläutert, hält das Hochplateau an Studienanfängern an. Mehr Studierende heißt zukünftig auch mehr Menschen mit einem akademischen Abschluss auf dem Arbeitsmarkt. Auch dadurch zeigt sich ein steigendes Bildungsniveau. Durch die besser ausgebildeten Nachwuchskräfte, kann es zu einer Steigerung der Produktivität kommen. Damit kann dem Fachkräftemangel entgegen getreten werden.

Hier finden Sie den nationalen Bildungsbericht 2016:

Nationaler Bildungsbericht 2016

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Über den Autor Alina Biermann

Alina Biermann unterstützt das Profiling Institut im Bereich der Pressearbeit und Social Media. In dem Blog setzt sie sich regelmäßig mit verschiedenen Themen aus den Bereichen Schule, Studium, Karriere und Bildung auseinander.

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