ifo-Studie 2022: Etablierung von Homeoffice im globalen Vergleich

Veröffentlicht am 11. Oktober 2022

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Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

KurzfassungDie ifo-Studie 2022 ist da! Wie hat sich das Homeoffice im Zuge der Corona-Pandemie etabliert? Hier geht's zum globalen Vergleich!
ThemenbereichArbeitsmarkt, Beruf, Corona
Veröffentlicht11. Oktober 2022
AutorJan Bohlken, Diplom-Sozioökonom, Geschäftsführer des Profiling Instituts
Passende Leistung des InstitutsKarriereberatung ab 160 Euro je Stunde, Orientierungs-Beratung ab 900 Euro
HerausgeberProfiling Institut, Eignungsdiagnostik nach DIN 33430, sieben Standorte in Deutschland

 

Eine Studie des ifo Instituts hat sich mit der Etablierung von Homeoffice im Zuge der Corona-Pandemie beschäftigt. Die Stichprobe der befragten Personen umfasst dabei gut ausgebildete Vollzeitbeschäftigte im Alter von 20 bis 59 Jahren. Insgesamt wurden 27 Länder vergleichend analysiert. Die Datenerhebung erfolgte in zwei Wellen: von Juli bis August 2021 und von Januar bis Februar 2022.

Ergebnisse der ifo-Studie 2022

Das Homeoffice-Angebot wurde im Zuge der Corona-Pandemie stark ausgebaut und hängt eng mit dieser zusammen. So kommt die Studie beispielsweise zu dem Ergebnis, dass Arbeitgeber mehr wöchentliche Tage im Homeoffice anboten, je strikter die aktuellen Lockdown-Auflagen in der Pandemie waren.

Die Mehrheit der befragten Personen gibt an von der eignen Produktivität im Homeoffice positiv überrascht zu sein. Es findet sich dabei eine Kausalität zu den angebotenen Homeoffice-Tagen der Arbeitgeber. Denn letztere fällt umso höher aus, je positiver die Arbeitnehmer*innen die eigene Produktivität in Relation zur vorherigen Erwartung einschätzen.

Spitzenreiter in Bezug auf die durchschnittlichen wöchentliche Homeoffice-Nutzung ist Indien mit 2,6 Tagen, gefolgt von Singapur (2,4 Tage) und Kanada (2,2 Tage). Deutschland liegt mit 1,4 Tagen wöchentlicher Homeoffice-Nutzung knapp unter dem Durchschnitt aller einbezogenen Länder von 1,5 Tagen. Das Schlusslicht bildet Südkorea mit gerade einmal 0,5 Tagen. Ähnliche Ergebnisse von unter einem Tag durchschnittliche wöchentliche Homeoffice-Nutzung finden sich in Ägypten (0,7 Tage), Taiwan und Serbien (jeweils 0,8 Tage).

Die ifo-Studie 2022 kommt zu dem Ergebnis, dass das Angebot von Homeoffice-Tagen bei den Arbeitnehmer*innen großen Anklang findet. So geben 26% der Proband*innen an, dass sie die Arbeitsstelle wechseln würden, insofern ihr Unternehmen keinerlei Homeoffice-Möglichkeit mehr anbieten würde. Diese Ansicht teilen insbesondere in den USA mit über 40% Zustimmung viele Beschäftigte.

Generell kann festgehalten werden, dass die Corona-Pandemie zu einem extremen Digitalisierungsschub in der Arbeitswelt geführt hat.

Homeoffice als Modernisierung der Arbeitswelt

Bildquelle: © bnenin für fotolia.com Die ifo-Studie 2022 vergleicht 27 Länder.

 

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