Medizin ist einer der beliebtesten Studiengänge. Dadurch, dass sich so viele Menschen für einen Studienplatz bewerben, muss es Auswahlverfahren geben. Neben dem Numerus Clausus, kann man auch über Wartezeit oder Zusatzqualifikationen einen begehrten Platz erhalten. Eine Möglichkeit ist der Medizinertest. Aber was genau ist das? Was wird erwartet? Wie ist der Ablauf? Wie meistert man den Medizinertest?

Der Medizinertest – Was ist das eigentlich?

Bevor die Frage „ Wie meistert man den Medizinertest? “ beantwortet wird, wird erklärt, was es genau mit diesem Medizinertest auf sich hat. Jedes Jahr bewerben sich unzählige Menschen in Deutschland um einen Studienplatz in Medizin. Durch die große Nachfrage ist es nötig, Auswahlkriterien zu haben. Das gilt nicht nur für Medizin, sondern auch für andere Studiengänge. Neben dem Numerus Clausus vergeben die Hochschulen im Bereich Medizin auch viele der Plätze selber in einem eigenen Auswahlverfahren. Die Auswahlverfahren können dabei ganz individuell sein. In 23 Städten wird das Ergebnis des Medizinertest bzw. der Test für Medizinische Studiengänge (TMS) als Auswahlkriterium im Rahmen dieser Verfahren eingesetzt. Der TMS ist ein spezieller Studierfähigkeitstest, der prüft, wie gut das Verständnis für naturwissenschaftliche und medizinische Problemstellungen ist und aus mehreren Untertests besteht. Er findet einmal im Jahr statt und ist freiwillig. Das Ergebnis des TMS kann an den beteiligten Hochschulen die Chance auf einen Studienplatz erhöhen. Die Chancen verschlechtern kann der TMS nicht, zumindest nicht gegenüber einer Person, die nicht am Test teilgenommen hat. Bei einem sehr guten Abschneiden im Test ist es daher möglich, sich im Ranking vor einer Person mit sehr guter Abiturnote zu positionieren, die nicht am Test teilgenommen hat. Außerdem ist es wichtig zu wissen, dass jede Person nur einmal zur Teilnahme in Deutschland berechtigt ist.

Bei dem TMS wird festgestellt, wie gut komplexe Informationen aus längeren Texten, Graphiken und Tabellen erfasst werden können und wie gut diese interpretiert werden können. Außerdem wird festgestellt, wie gut mit Größen, Einheiten und Formeln umgegangen werden kann. Ebenfalls geprüft wird die Merkfähigkeit, das räumliche Vorstellungsvermögen, die Genauigkeit der visuellen Wahrnehmung und die Fähigkeit konzentriert und sorgfältig zu arbeiten. Es werden allerdings keine Fragen zu Dingen gestellt, die Gegenstand einer Prüfung zur Erlangung der Hochschulreife sind (also bspw. der Abiturprüfung).

Um die Frage „ Wie meistert man den Medizinertest? “ zu beantworten, muss man sich auch angucken, wie genau der TMS aufgebaut ist. Wie schon erwähnt, besteht er aus mehreren Untertests. Die Untertests gliedern sich in 9 verschieden Aufgabengruppen mit jeweils unterschiedlich vielen Aufgaben und unterschiedlich viel  Zeit zur Beantwortung dieser. Der Test gliedert sich wie folgt:

  • Muster zuordnen (24 Aufgaben, 22 min)
  • Medizinisch- naturwissenschaftliches Grundverständnis (24 Aufgaben, 60 min)
  • Schlauchfiguren (24 Aufgaben. 15 min)
  • Quantitative und formale Probleme (24 Aufgaben, 60 min)
  • Konzentriertes und sorgfältiges Arbeiten (1 Aufgabe, 8 min)
  • Pause (1 Stunde)
  • Merkfähigkeitstest (Einprägephase)
    • Figuren lernen (20 Aufgaben, 4 min)
    • Fakten lernen (15 Aufgaben, 6 min)
  • Textverständnis (24 Aufgaben, 60 min)
  • Merkfähigkeitstest (Reproduktionsphase)
    • Figuren lernen (20 Aufgaben, 5 min)
    • Fakten lernen (20 Aufgaben, 7 min)
  • Diagramme und Tabellen (24 Aufgaben, 60 min)

Formales

Um die Frage „ Wie meistert man den Medizinertest? “ beantworten zu können, muss man sich auch die Formalien des TMS ansehen. Hierzu gehört zu allererst die Anmeldung. Zur Teilnahme am TMS berechtigt sind alle Personen, die den Test in Deutschland noch nicht absolviert haben und dieim Besitz einer Hochschulzugangsberechtigung sind bzw. diese spätestens im darauffolgenden Schuljahr erwerben werden. Ist eine Person noch minderjährig, muss sie am Testtag die Einverständniserklärung des gesetzlichen Vertreters nachweisen. Es wird empfohlen den Test möglichst im letzten Schuljahr zu absolvieren, da Schüler/innen es hier gewohnt seien, über mehrere Stunden hochkonzentriert zu arbeiten.

Anmelden kann man sich für den TMS nur online. Die Anmeldung ist vom 01.12. bis zum 15.01. über das Anmeldeportal möglich. Verbindlich ist die Anmeldung allerdings erst dann, wenn die Gebühr zur Teilnahme am TMS fristgerecht eingegangen ist. Die Gebühr beträgt 73€.

Um sich anmelden zu können, muss man sich eine Account anlegen. Über diesen kann man nach erfolgreicher Anmeldung auch den Testort auswählen, die Einladung sowie das Ergebnis abrufen. Der Testort kann nach erfolgreicher Anmeldung gewählt werden. Je früher man diesen wählt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, an seinem Wunschort teilnehmen zu können. Der Testort kann bis zum 25. Januar geändert werden. Die Einladung kann ab Ende März abgerufen werden und muss unbedingt am Tag des Testes ausgedruckt mitgebracht werden. Ohne die Abgabe der Einladung kann man nicht am TMS teilnehmen. Das Ergebnis des TMS kann am Ende Juni bis Ende September abgerufen und ausgedruckt werden. Ab Anfang Oktober werden alle bestehenden Accounts gelöscht, weshalb man sich bis dahin das Ergebnis ausgedruckt haben sollte.

Vorbereitung

Hat man alle Fristen und Termine eingehalten, ist man der Beantwortung der Frage „ Wie meistert man den Medizinertest? “ schon ein ganzes Stück näher. Genauso wichtig ist aber auch eine gute Vorbereitung. In der Informationsbroschüre, die auf der Seite des TMS zur Vorbereitung zur Verfügung gestellt wird, werden unter anderem sinnvolle Bearbeitungstechniken genannt. Diese umfassen:

  • Gute Einteilung und Nutzung der Bearbeitungszeit (gleichmäßiges, sorgfältiges und zügiges Arbeiten)
  • Genaues Lesen der Aufgaben
  • Aufgaben in der Reihenfolge bearbeiten, in der sie im Aufgabenheft vorgegeben sind (die ersten Aufgaben sind leichter, als die folgenden)
  • Aufgaben, die als extrem schwer oder ungewohnt empfunden werden ggf. überspringen (Test ist so konzipiert, dass im Durchschnitt 50 Prozent der Aufgaben gelöst werden, es ist fast unmöglich alle zu lösen)
  • Erst eigene Lösungen suchen, dann Antwortmöglichkeiten angucken
  • Bei Zeitnot: Kurze/eher oberflächliche Betrachtung der Aufgabenstellung und Markierung der für richtig gehaltenen Antwort (nicht im Konzentrationstest, hier droht Punktabzug)
  • Nach Ablauf der eigentlichen Bearbeitungszeit: Kein Blick mehr auf die Aufgaben werden, nur noch markieren nach Zufall (gilt nicht nach „Quantitative und formale Probleme“ und nach „Diagramme und Tabellen“)
  • Einhalten der Markierungsregeln (vor allem im Konzentrationstest)

Darüber hinaus sind in der Broschüre auch Beispielaufgaben mit ausführlichen Erläuterungen zu finden. Diese sollte man sich vor Antritt des Tests anschauen und durcharbeiten. Sie sollen die Aufgabentypen, die im Test vorkommen, veranschaulichen.

Neben dieser online verfügbaren Broschüre, gibt es im Buchhandel auch zwei Originalversionen des TMS, welche zu Übungszwecken unter Ernstbedingungen genutzt werden können. Mit ihnen kann auch eine Generalprobe unter Originalbedingungen durchgeführt werden, die hilfreich sein kann.

Der Testtag

Zur Vorbereitung und damit zur Beantwortung der Frage „ Wie meistert man den Medizinertest? “ gehört es auch, sich über den Ablauf des Testtages zu informieren. Die Durchführung des TMS mit Registrierung, Einlass und Pause beansprucht etwa 9 Stunden. Zwischen 8 und 9 Uhr morgens sollte man am Testort ankommen. Beendet ist der Test in der Regel zwischen 16:45 Uhr und 17:15 Uhr. Wichtig ist auch sich darüber zu informieren, welche Gegenstände auf jeden Fall mitgebracht werden müssen, welche mitgebracht werden dürfen und welche nicht mitgebracht werden dürfen.

Zu den Dingen, die mitgebracht werden müssen zählt die Einladung, ein gültiger und amtlicher Lichtbildausweis, ggf. die Einverständniserklärung des gesetzlichen Vertreters, 2 schwarze Fineliner bzw. 2 dünne schwarze Filzstifte. Was mitgebracht werden darf und was nicht, kann man ebenfalls der Informationsbroschüre entnehmen.

Wichtig ist es auch zur Beantwortung der Frage„ Wie meistert man den Medizinertest? “, genau den Bearbeitungshinweisen und Markierungsregeln zu folgen bzw. diese einzuhalten. Diese, sowie den genauen Ablauf des Tests sind auch in der Informationsbroschüre zu finden. Sich diese genau durchzulesen, kann hilfreich sein. So ist man besser darauf vorbereitet, was einen erwartet und ist der Beantwortung der Frage „ Wie meistere ich den Medizinertest? “ wieder ein Stück näher.

Fazit

Um die Frage „ Wie meistert man den Medizinertest? “ beantworten zu können, muss man mehrere Aspekte berücksichtigen. Zum einen ist es wichtig, sich genau über Termine und Fristen zu informieren. Die Anmeldung ist erst dann gültig, wenn die Gebühr auf dem entsprechenden Konto eingegangen ist. Erst dann ist es auch möglich, einen Testort zu wählen. Um noch eine gute Chance für den Wunschort zu haben, sollte man den Testort möglichst früh wählen. Außerdem ist es wichtig, sich gründlich vorzubereiten. Die Informationsbroschüre des TMS ist hierfür hilfreich. Sie enthält sinnvolle Bearbeitungstechniken, die oben aufgeführt sind. Außerdem enthält sie Beispielaufgaben, die dabei helfen sollen, die Aufgabentypen zu veranschaulichen. Ebenfalls enthält die Broschüre alle nötigen Informationen zum Ablauf des Testtages selbst, einschließlich der Gegenstände, die mitgebracht werden müssen, dürfen oder nicht mitgebracht werden dürfen. Auch diese Hinweise sollten genau gelesen werden. Es kann darüber hinaus hilfreich sein, mit einem der im Buchhandel erhältlichen Versionen des TMS eine Generalprobe unter echten Bedingungen durchzuführen. So kann eventuell Nervosität abgebaut werden.

Hier finden Sie weitere Informationen zum TMS:

Test für medizinische Studiengänge

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Über den Autor Alina Biermann

Alina Biermann unterstützt das Profiling Institut im Bereich der Pressearbeit und Social Media. In dem Blog setzt sie sich regelmäßig mit verschiedenen Themen aus den Bereichen Schule, Studium, Karriere und Bildung auseinander.

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