Abi 21: Sorgen und psychische Belastung, Abi 21: Sorgen und psychische BelastungBildquelle: © Moritz Wussow für stock.adobe.com

Die Studie Berufliche Orientierung: Berufs- und Studienwahl des IAB hat sich mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Abiturjahrgang 2021 beschäftigt und offenbart, dass beim Abi 21: Sorgen und psychische Belastung ganz vorne mit dabei sind.

Abi 21: Sorgen und psychische Belastung: Datengrundlage der Studie

Im Rahmen der Studie wurden insgesamt 2.849 Schüler*innen von insgesamt 195 Gymnasien und Gesamtschulen aus acht Bundesländern in zwei Wellen befragt. Die erste Befragungswelle fand im Frühjahr 2020 statt (24.03.-03.07.) und die zweite im Herbst 2020 (16.11.-21.12.). Während der Befragung im Frühjahr 2020 befanden sich alle befragten angehenden Abiturient*innen im Home-Schooling. Dies traf im Rahmen der zweiten Befragung lediglich auf 20% der Proband*innen zu, wobei selbst in dieser Gruppe häufig Formen des Wechselunterrichts angewandt wurden.

Ergebnisse der Studie

Kontakt zur Schule

Der Kontakt zur Schule hat sich im Laufe der Pandemie verbessert. Lehrkräfte stellen häufiger in täglicher Routine Lehr- und Arbeitsmaterialen für die befragten Schüler*innen zur Verfügung (Anstieg von 43% auf 66%) und es findet mehr digitaler Live-Unterricht statt (Anstieg von 21% auf 59%).

Abi 21: Sorgen und psychische Belastung

Junge Menschen und Corona Maßnahmen

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Viele angehende Abiturient*innen fürchteten im Frühjahr um eine Beeinträchtigung ihrer schulischen Leistungen durch den Unterrichtsausfall und die Schulschließungen. Diese Sorgen gingen im Laufe der Pandemie zwar für alle Schüler*innengruppen zurück, jedoch besteht die Sorge beispielsweise bei den Befragten mit Migrationshintergrund mit 49% immer noch für knapp die Hälfte aller Schüler*innen.

Stark angestiegen sind die Sorgen der Befragten hinsichtlich ihrer beruflichen Zukunft von 25% auf 41%. Dabei unterscheidet sich der Anteil der befragten Schüler*innen mit beruflichen Zukunftssorgen stark nach dem Elternhaus. Besonders groß sind die Sorgen demnach bei angehenden Abiturient*innen mit nicht-Akademikern als Eltern oder einer Migrationsgeschichte angestiegen.

Junge Menschen sind somit stark verunsichert im Hinblick auf ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Aufgrund des Ausfalls von vielen Informationsveranstaltungen kann hier eine individuelle Berufsberatung hilfreich sein. Denn für viele Schüler*innen heißt es vor allem Abi 21: Sorgen und psychische Belastung,

Abiturjahrgang 2021: Lebenszufriedenheit

In der Studie wurde ebenfalls der Einfluss der Corona-Pandemie auf die Lebenszufriedenheit der Schüler*innen untersucht. Allgemein konnte festgestellt werden, dass sich diese vom Frühjahr 2020 zum Herbst 2020 verschlechtert hat und mit einem Anstieg psychischer Belastungen einhergeht. Somit hat die Hälfte der Befragten unabhängig vom Elternhaus ein erhöhtes Risiko für psychische Erkrankungen wie etwa eine Depression.

Bezieht man das Elternhaus in die Analyse mit ein, steigt das Risiko im Falle eines Nicht-Akademiker-Haushalts oder einer Familie mit Migrationsgeschichte noch an. Diese Befunde unterscheiden sich stark von den Ergebnissen vergleichbarer Studien, die vor der Pandemie erhoben wurden. Aus diesem Grund bedeutet leider das Abi 21: Sorgen und psychische Belastung und das in erster Linie bedingt durch die Pandemie.  

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Über den Autor Lisa Schraets

Social Media Manager Profiling Institut