Die Studienanfängerzahl ist momentan noch immer sehr hoch. Aber wie genau hat sich die Studienanfängerzahl über die Jahre entwickelt?

Allgemeine Entwicklung

Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat die vorläufigen Schnellmeldungsergebnisse der Hochschulstatistik zu Studierenden und Studienanfänger/-innen im Wintersemester 2018/2019 veröffentlicht. Demnach waren im Wintersemester 2018/2019 insgesamt 684.113 Studierende im ersten Fachsemester, also im ersten Semester eines bestimmten Studiengangs. Im ersten Hochschulsemester, also das erste Mal an einer Hochschule immatrikuliert, waren 432.422 Studierende.

Im Wintersemester 2017/2018 waren hingegen 697.737 Studierende im ersten Fachsemester, was bedeutet, dass die Zahlen in diesem Wintersemester im Gegensatz dazu um 2 Prozent gesunken sind. Im ersten Hochschulsemester waren im WiSe 2017/2018 437.737 Studierende, was für dieses Jahr ein Minus von 1,2 Prozent bedeutet. Im  Wintersemester 2017/2018 war die Studienanfängerzahl also etwas höher, als im aktuellen Wintersemester.

Bezogen auf die gesamten Studienjahre 2017 und 2018 hat sich die Studienanfängerzahl im ersten Hochschulsemester auch verringert, wenn auch nur um 0,8 Prozent.

Verglichen mit den Studienanfängerzahlen der Jahre 2000 und folgend, ist die Zahl der Studienanfänger heute jedoch noch immer deutlich höher, denn sie ist über die Jahre angestiegen. Im Jahr 2000 gab es laut statistischem Bundesamt lediglich 314.956 Studienanfänger. 2018 sind es 508.828. Seit 2011 bewegen sich die Studienanfängerzahlen immer bei ungefähr 500.000, wobei der Höchstwert 2011 mit  518.748 Studienanfängern erreicht wurde.

Entwicklung nach Hochschularten

Die Zahlen werden vom statistischen Bundesamt auch nach Hochschularten aufgeteilt vorgestellt. So ist die Zahl der Studierenden im 1. Fachsemester an Universitäten um 3,3 Prozent im Vergleich zum vorherigen Wintersemester zurückgegangen. An pädagogischen Hochschulen beträgt der Rückgang 0,2 Prozent, an theologischen Hochschulen 5,4 Prozent, an Kunsthochschulen 2,5 Prozent und an Fachhochschulen 0,2 Prozent. Nur an den Verwaltungsfachhochschulen ist die Zahl der Studierenden im 1. Fachsemester im Vergleich um 8,9 Prozent gestiegen.

Ähnlich sieht es bei der Zahl der Studienanfänger im ersten Hochschulsemester für das aktuelle und vergangene Wintersemester aus. Die Universitäten verzeichnen einen Rückgang von 2,3 Prozent, die pädagogischen Hochschulen einen von 9,8 Prozent, die theologischen Hochschulen einen von 7,1 Prozent, die Kunsthochschulen einen von 3,6 Prozent und die Fachhochschulen einen von 0,2 Prozent. Die Verwaltungsfachhochschulen verzeichnen ein Plus von 10,6 Prozent.

Bezogen auf die Studienjahre 2017 und 2018 sehen die Ergebnisse der Studienanfängerzahl für das erste Hochschulsemester nach Hochschulart wie folgt aus. An Universitäten gibt es einen Rückgang von 1,6 Prozent, an pädagogischen Hochschulen einen von 7 Prozent, an theologischen Hochschulen einen von 10,9 Prozent, an Kunsthochschulen einen von 2,5 Prozent und an Fachhochschulen einen von 0,2 Prozent. An Verwaltungsfachhochschulen gibt es einen Zuwachs von 8,3 Prozent.

Entwicklung nach Studienbereichen

Die Studienanfängerzahl wurde vom statistischen Bundesamt auch nach Studienbereichen aufgeteilt vorgestellt. So wurden die Werte für Studierenden im 1. Hochschulsemester für das Studienjahr 2018 mit denen vom Studienjahr 2017 verglichen. In Informatik gibt es demnach ein Plus von einem Prozent, wobei die Studienanfängerzahl an Universitäten gesunken (-0,9 Prozent) und an Fachhochschulen gestiegen ist (2,8 Prozent).

Im Bereich Maschinenbau/Verfahrenstechnik ist die Anzahl um 1,5 Prozent gesunken. Stärker gesunken ist die Zahl an Universitäten, als an Fachhochschulen (-2,6 Prozent zu -0,8 Prozent).

Im Bereich Elektrotechnik und Informationstechnik ist die Zahl um 3,4 Prozent gestiegen. An Universitäten gab es eine größere Steigerung, als an Fachhochschulen (5,1 Prozent zu 2 Prozent).

Auch im Bereich des Bauingenieurwesens ist die Anzahl insgesamt um 1,3 Prozent gestiegen. An Universitäten ist sie dabei um 4 Prozent gestiegen, während sie an Fachhochschulen um 1 Prozent gefallen ist.

Die Entwicklung der Studienbereiche wurde in der Veröffentlichung von den Studienjahren 1993 bis 2018 dargestellt. Im Bereich Informatik sind die Zahlen gegenüber 1993 (9.619 Anfänger) im Studienjahr 2018 deutlich höher (39.607 Anfänger), wobei die Zahlen seit 2011 bei über 32.000 liegen.

Im Bereich Maschinenbau/Verfahrenstechnik war die Entwicklung weniger gradlinig. Zwar sind die Zahlen 2018 (33.178 Anfänger) im Gegensatz zu 1993 auch deutlich höher (21.323 Anfänger), jedoch gab es in den Jahren dazwischen größere Schwankungen mit mehr und weniger Studienanfängern.

Im Bereich Elektrotechnik und Verfahrenstechnik ist die Studienanfängerzahl zwischen 1993 (13.670 Anfänger) und 1997 (9.304 Anfänger) zunächst gefallen. Danach ist sie mehr oder weniger kontinuierlich angestiegen und liegt 2018 bei 17.228 Studienanfängern.

Im Bereich Bauingenieurwesen gab es von 1993 (11.503 Anfänger) bis 2006 (5.907 Anfänger) einen mehr oder weniger konsistenten Rückgang der Studienanfängerzahl. Seit 2007 steigt die Studienanfängerzahl meist wieder und liegt 2018 bei 11.470, also auf ungefähr demselben Niveau wie 1993.

Die Zahl der weiblichen Studienanfänger ist dabei in allen vorgestellten Bereichen im Vergleich zu 1993 angestiegen.

Hier finden Sie die Veröffentlichung des statistischen Bundesamtes:

Schnellmeldungsergebnisse der Hochschulstatistik zu Studierenden und Studienanfänger/-innen – vorläufige Ergebnisse –

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Über den Autor Alina Biermann

Alina Biermann unterstützt das Profiling Institut im Bereich der Pressearbeit und Social Media. In dem Blog setzt sie sich regelmäßig mit verschiedenen Themen aus den Bereichen Schule, Studium, Karriere und Bildung auseinander.

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