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Homeoffice – Modernisierung der Arbeitswelt

Durch die Coronapandemie kam es zu einer schlagartigen Modernisierung der Arbeitswelt. Die Kontaktbeschränkungen sorgten während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 für einen rapiden Anstieg an Arbeitnehmer*innen, die von zu Hause aus arbeiten. Mit diesen Auswirkungen der Pandemie hat sich der Atlas der digitalen Arbeit beschäftigt.

Im April 2020 gingen ein Viertel der Erwerbstätigen vollständig oder zumindest den größten Teil ihrer Beschäftigung im Homeoffice nach. Vor der Pandemie arbeiteten lediglich 4% ausnahmslos und 13% zusätzlich zumindest in Teilen von zu Hause. Zwar blieb die Rate der im Homeoffice Beschäftigten nicht so hoch wie zu Zeiten des Lockdowns, allerdings ist generell ein Anstieg der Erwerbstätigen, die zumindest teilweise im Homeoffice arbeiten, seit der Pandemie zu konstatieren.

Wer arbeitet im Homeoffice?

Aufgrund der unterschiedlichen Arbeitsweisen ist es nicht in allen Branchen gleichermaßen möglich ins Homeoffice zu wechseln. So kann beispielsweise weder ein*e Kassierer*in von zu Hause aus arbeiten, noch besteht die Möglichkeit, dass das Pflegepersonal ihre Patient*innen von zu Hause aus pflegt. In Berufen mit niedrigerem Status ist es dabei vermehrt notwendig am betrieblichen Arbeitsplatz vor Ort zu arbeiten. Damit kommt es durch die breite Einführung von Homeoffice während der Pandemie zu sozialen Ungleichheiten. Denn wer einem Beruf mit höherem sozialen Status nachgeht und ein höheres Einkommen hat, arbeitet auch häufiger im Homeoffice.

Arbeitnehmer*innen sollten die Wahl haben

Erste Studien zeigen, dass Arbeitnehmer*innen weniger gestresst sind, weniger häufig von psychischen Krankheiten betroffen sind und allgemein zufriedener im Job sind, wenn sie die Wahl haben beziehungsweise wenn sie ein Mitspracherecht hinsichtlich ihres Arbeitsortes haben. Im Januar 2021 äußerte etwa die Hälfte der Befragten einer repräsentativen Erwerbspersonenbefragung, den Wunsch auch nach der Coronapandemie von zu Hause aus arbeiten zu wollen. Die positive Bewertung der Arbeitnehmer*innen ist in der Regel an folgende Voraussetzungen gekoppelt:

  • Ausstattung von mobilen Geräten durch den Betrieb
  • Möglichkeit des digitalen Zugriffs auf das jeweilige Intranet und betriebsinterne Datenbanken
  • keine Vermischung von Arbeit und Privatleben (beispielsweise gewährleistet durch vertragliche Regelung des Homoffices)
  • Unterstützung durch die Führungskräfte des Unternehmens

 

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Über den Autor Lisa Schraets

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