Gerade mittelständische Unternehmen hat die Krise besonders hart getroffen. Zum Nachteil der Schulabsolventen und angehenden Azubis, denn die Pandemie hat 500.000 mittelständische Unternehmen einen ziemlichen Dämpfer verpasst. Der Ausbildungsplatzmangel ist während der Corona Pandemie gestiegen, dabei tragen mittelständischen Unternehmen die Verantwortung für 90% der Ausbildungsplätze in ganz Deutschland.

Schon 2020 hat die Pandemie die Chancen auf einen Ausbildungsplatz verschmälert, denn jedes vierte Unternehmen hat aufgrund der Krise weniger Azubis gefördert oder eingestellt. Die Auswertungen zeigen, dass besonders stark betroffene Unternehmen keine Kapazitäten haben neue Azubis zu fördern. Anfang 2020 waren rund 67% der Auszubildenden Unternehmen stark von der Krise betroffen. Durch Umsatzeinbußen und Engpässe haben 32% der Unternehmen weniger Azubis eingestellt als ursprünglich geplant war.

Ausbildungsplatzmangel: Einbußen und Zukunftsängste

Die fehlende Zahl an Ausbildungsplätze, nehmen Schulabsolventen und  Unternehmen gleichermaßen als starke Existenzbedrohung wahr. Ebenso ist es für Firmen durch die Krise schwierig geworden nachhaltig Wettbewerbsfähig zu bleiben, denn hinzukommt, dass auch Schulen von der Pandemie betroffen waren und die Anzahl der Schulabsolventen sich verringert hat. Die meisten Absolventen entschieden sich sogar  für den sicheren Weg eines Studiums.  Der Wunsch nach Normalität ist auf allen Seiten groß, allerdings müssen Unternehmen und Firmen nach wie vor mit starken Einbußen und  langfristigen Schäden rechnen. Schulabsolventen und mittelständische Unternehmen sind gleichermaßen voneinander abhängig. Die Hoffnung auf eine schnelle Erholung wurde somit gedämpft.

Auch die Personalplanung der Unternehmen ist unsicherer denn je. Neueinstellungen fallen meist komplett weg. Kurzarbeiter hoffen auf eine Rückkehr in ihren normalen Arbeitsalltag. Die Anzahl der Kurzarbeit und Kündigung bei Azubis war 2020, wenn auch aus guten Gründen, sehr hoch. Gerade für junge Menschen haben besonders stark mit Zukunftsängsten zu kämpfen, denn eine langfristige Verantwortung für eine Erstausbildung ist in Krisenzeiten nicht mehr gegeben.

2021 keine Erholung in Sicht

2021 scheint sich der Arbeitsmarkt von den plötzlichen Einbußen noch nicht erholt zu haben. Noch immer rechnen rund 26% der Unternehmen damit, weniger Auszubildende einzustellen, als sonst möglich. Trotz der negativen Aussichten ist für Unternehmen ein kleiner, dennoch positiver Wirtschaftsaufschwung in Sicht. Das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ist im April diesen Jahres zum dritten Mal in Folge gestiegen. Wenigstens eine gute Nachricht um Jugendlichen und Azubis Existenzängste zu nehmen und Die Hoffnung auf Bildungschancen zu steigern.

Die Auswertung der kompletten Studie findest du auf der Seite der KfW.

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Über den Autor Profiling Institut

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