Ein Studium ist nicht nur zeit-, sondern auch kostenintensiv. Es muss die Miete gezahlt werden, Lebensmittel gekauft werden und vieles mehr. Deshalb jobben viele Studierende in Deutschland auch in der Semesterzeit. Wie ist das in anderen europäischen Ländern? Ist jobben neben dem Studium in anderen Ländern auch so verbreitet? Wie sehen dort die Lebenssituationen aus?

Anteil jobbender Studierender – Deutschland als Spitzenreiter

Der iwd hat sich damit beschäftigt, ob jobben neben dem Studium in anderen Ländern Europas auch verbreitet ist. Laut Angaben des iwd sind deutsche Studierende die Spitzenreiter in Sachen jobben neben dem Studium. Hier würden 54 Prozent einer regelmäßigen, bezahlten Tätigkeit während der Vorlesungszeit nachgehen. Dicht gefolgt werde Deutschland von Estland, wo 53 Prozent während des Semesters einen Nebenjob haben. In Tschechien, Lettland und Island würden dies 49 Prozent tun. In der Schweiz, Österreich, den Niederlanden und Polen liegen die Werte bei 48, 47, 45 und 44 Prozent. In Norwegen jobben laut iwd 42 Prozent der Studierenden. Weit weniger groß sei der Anteil in Italien und Serbien, wo er nur bei 11 Prozent liege.

Durchschnittliche Wochenarbeitszeiten

In Deutschland arbeiten die Studierenden laut iwd dabei durchschnittlich 11 Stunden die Woche. Bei einem Drittel sei es sogar so, dass sie mehr als 21 Stunden in der Woche mit arbeiten verbringen würden. Dies sei laut iwd wenig verwunderlich, denn ein Studium sei kostenintensiv und selbst der BAföG-Höchstsatz reiche meist nicht, um diese Kosten decken zu können, wenn die Studierenden dies überhaupt beziehen würden. Der Anteil der Studierenden, der BAföG beziehen, gehe nämlich zurück.

Ob jobben neben dem Studium in anderen Ländern Europas auch verbreitet ist, wurde mit den Zahlen des iwd weitestgehend bejaht. Vor allem in Estland jobben demnach auch viele Studierende. Hier sei es laut iwd sogar so, dass diese Studierenden durchschnittlich 20 Stunden pro Woche arbeiten würde. Dies ist deutlich mehr, als die deutschen Studierenden laut iwd Angaben arbeiten. Ebenfalls viele Wochenstunden würden die Studierenden in Polen arbeiten. Hier seien es im Durschnitt 18 Stunden die Woche.

Wohnsituation und Job

Grundsätzlich ist das jobben neben dem Studium in anderen Ländern also auch verbreitet. In Italien würden laut iwd jedoch nur 11 Prozent der Studierenden während der Vorlesungszeit arbeiten. Außerdem sei hier laut iwd auch die wöchentliche Arbeitszeit mit 5 Stunden am geringsten in Europa.

Laut iwd sei die Hauptursache für diese Zahlen, dass viele Studierende in Italien noch zuhause wohnen würden. Sie müssten folglich keine Miete bezahlen und bräuchten deshalb weniger Geld. In Italien liege der Anteil der Studierenden, der noch zuhause wohnt, bei 70 Prozent. In Deutschland seien es lediglich 21 Prozent.

Ebenfalls hoch sei der Anteil der Studierenden, der noch zuhause wohnt auf Malta. Hier seien es 73 Prozent, was der höchste Anteil in Europa sei.

Am geringsten sei der Anteil der zuhause gebliebenen Studierenden laut iwd in den skandinavischen Ländern, also Schweden, Dänemark, Finnland und Norwegen. Der Anteil liege in diesen Ländern bei 13 Prozent. Der Großteil lebe hier schon mit Parnter/in und eventuell schon eigenen Kindern zusammen.

Hier finden Sie den Artikel des iwd:

Jobbende Studenten: Von Nesthockern und Arbeitstieren

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Über den Autor Alina Biermann

Alina Biermann unterstützt das Profiling Institut im Bereich der Pressearbeit und Social Media. In dem Blog setzt sie sich regelmäßig mit verschiedenen Themen aus den Bereichen Schule, Studium, Karriere und Bildung auseinander.

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