Geht es auf den Bachelor-Abschluss zu oder ist dieser bereits erreicht, überlegen viele (ehemalige) Studierende, noch einen Masterstudiengang zu besuchen. Aber die Masterstudiengangwahl ist nicht leicht. Das Angebot ist allerdings groß und dadurch unübersichtlich. Worauf sollte man achten? Wie findet man den richtigen Masterstudiengang?

Studienform

Hat man sich dazu entschieden, einen Master machen zu wollen, ist es ratsam, sich zunächst darüber klar zu werden, welche Studienform man präferiert. Das ist einer der ersten Schritte auf dem Weg zur Masterstudiengangwahl. Dabei ergibt sich die Studiengangform meist schon aus dem Zeitpunkt, an dem man sich für einen Master entscheidet. Wer direkt nach dem Bachelorabschluss einen Master anstrebt, wird diesen vermutlich in dem meisten Fällen in Vollzeit machen wollen. Das hat den Vorteil, dass die Regelstudienzeit oft gering ist und der Masterabschluss somit schnell erreicht ist. Außerdem kann man sich so voll und ganz auf das Studium konzentrieren.

Steht man allerdings schon im Berufsleben, bietet sich oft ein Teilzeit- bzw. berufsbegleitender Master an. Das hat den Vorteil, dass neben dem Studium weiter gearbeitet werden kann, man also weiterhin Geld verdient und Praxiserfahrung sammelt. Solche Master haben allerdings den Nachteil, dass die Regelstudienzeit länger ist, da pro Semester weniger Seminare belegt werden können, um die Berufstätigkeit zu ermöglichen. Außerdem sind solche Masterstudiengänge oft mit Studiengebühren verbunden, da sie die bereits arbeitende Bevölkerung als Zielgruppe haben.

Zum Teil mit dieser Entscheidung zusammen hängt auch die Wahl eines konsekutiven oder weiterbildenden Masters. Konsekutive Master bauen auf dem bereits erworbenen Wissen aus dem Bachelor-Studium auf. Sie vertiefen bereits gelegte Grundlagen und spezialisieren das Wissen.

Weiterbildenden Master hingegen richten sich an bereits Berufstätige, denn hier ist in der Regel eine gewisse Berufserfahrung (meist mindestens 1 Jahr) Zugangsvoraussetzung.

Einen Überblick verschaffen

Hat man diese erste Frage zur Studienform für sich geklärt, geht es weiter mit der Masterstudiengangwahl. Nun sollte sich ein Überblick über die Möglichkeiten verschafft werden. Das kann einige Zeit in Anspruch nehmen, denn zurzeit gibt es in Deutschland über 9000 Masterstudiengänge. Nicht leicht, dort eine Masterstudiengangwahl zu treffen. Informieren kann man sich im Internet mit Hilfe von Studiengangsuchmaschinen oder auch auf entsprechenden Studiengangmessen, auf denen Hochschulen ihr Angebot vorstellen.

Suchmaschinen im Internet bieten oftmals die Möglichkeit, nach Fachrichtungen zu unterscheiden. Um diese Funktion nutzen zu können, sollte man sich erst darüber klar werden, ob man einen fachverwandten Master zu seinem bereits erreichten Bachelorabschluss absolvieren möchte oder einen fachfremden. Einige Hochschulen bieten Masterstudiengänge an, die auch von Bachelor-Absolvent/innen aus fachfremden Disziplinen begonnen werden können. Diese bilden allerdings eher die Ausnahme, denn in der Regel werden fachverwandte Master zum Bachelor-Abschluss gesucht und absolviert. Ungefähr 10 Prozent der Masterstudiengänge sind so gestaltet, dass sie auch von (einigen) fachfremden Bachelor-Absolvent/innen absolviert werden können.

Es kann weitergehend bei der Masterstudiengangwahl hilfreich sein, sich bestimmte Fragen zu stellen. Möchte man an Kenntnisse und Erfahrungen aus dem Bachelor-Studium anknüpfen? Hat man dort bereits Schwerpunkte gesetzt und möchte diese weiter vertiefen? Oder möchte man sich in eine andere Richtung weiter entwickeln und informieren und in einem Bereich Kenntnisse auf-/ausbauen, der im Bachelor-Studium zu kurz gekommen ist?

Hat man bereits einen konkreten Berufswunsch bzw. eine Berufsvorstellung, ist es hilfreich, sich genau über Voraussetzungen und erforderlich Kenntnisse zu informieren. Diese sollten die Master, die in Frage kommen, erfüllen und liefern. Hier kann es auch helfen, mit Professor/innen oder Tätige in dem jeweiligen Feld zu sprechen, um an genaue Informationen zum Wunschberuf zu gelangen.

Die Wahl eingrenzen und entscheiden

Die Masterstudiengangwahl geht, nachdem man einen Überblick erhalten hat und sich überlegt hat, in welche Richtung es gehen soll, damit weiter, die Wahl einzugrenzen. Hierbei kommt es zum einen auf den Standort der Hochschule an. Möchte man in der Nähe des derzeitigen Wohnortes bleiben oder kommt es auch in Frage, für den Master umzuziehen?

Hat man diese Frage geklärt, sollte man sich die Zugangsvoraussetzungen der Studiengänge ansehen. Meist muss eine bestimmte Abschlussnote im Bachelor erreicht worden sein. Darüber hinaus müssen zum Teil aber auch weitere speziellere Voraussetzungen erfüllt werden, um angenommen werden zu können. Hierzu zählen bestimmte Schwerpunkte im Bachelor-Studium oder auch weitere formale Voraussetzungen wie Sprachkenntnisse. Außerdem muss in der Regel eine festgelegte Anzahl von Credit Points nachgewiesen werden. Einige Hochschulen schließen diesem Prozess noch ein eigenen Auswahlverfahren, mit persönlichen Gesprächen etc., an.

Hat man die Studiengänge herausgefiltert, deren Zugangsvoraussetzungen man erfüllen kann, kann es hilfreich sein, sich die Prüfungsordnungen und Modulhandbücher der Studiengänge anzusehen und durchzulesen. So kann man herausfinden, welche Schwerpunkte jeweils gesetzt werden und was einen erwartet. Dieser Schritt ist ebenfalls wichtig bei der Masterstudiengangsuche, denn der gewählte Studiengang sollte den eigenen Interessen und Zielen entsprechen.

Ist man nach diesem Schritt der Masterstudiengangsuche noch immer unsicher, kann man sich die infrage kommenden Hochschulen auch bei einem Tag der offenen Tür näher ansehen. Viele Hochschulen bieten auch Informationsveranstaltungen zu ihren Studiengängen an, in denen man mit Professor/innen und aktuell Studierenden ins Gespräch kommen kann und Fragen klären kann. Manche Hochschulen bieten auch an, dass man sich in Vorlesungen mit reinsetzen darf, um einen Eindruck von der Lehre zu gewinnen.

Fazit

Die Masterstudiengangwahl kann durch das große Angebot herausfordernd sein. Wichtig ist, sich im Vorfeld möglichst klar darüber zu werden, was genau man möchte und anstrebt. Möchte man in Voll- oder Teilzeit studieren? Möchte man einen konsekutiven oder weiterbildenden Master machen? Möchte man fachverwandt weiterstudieren oder fachfremd? Welche Kenntnisse möchte man erwerben? Was sind für einen möglichen Berufswunsch Voraussetzungen? Bzw. welche Kenntnisse braucht man dort? Kann man sich vorstellen, für den Master umzuziehen? Hat man damit seine Wahl eingegrenzt, geht es darum, weitere Informationen über die infrage kommenden Master einzuholen. Welche Zugangsvoraussetzungen gibt es? Wie ist das Studium genau aufgebaut? Was genau wird behandelt und gelehrt? Darüber hinaus kann es auch helfen, bei einem Tag der offenen Tür oder einer Informationsveranstaltung die Hochschule und den Studiengang näher kennenzulernen und eventuell mit Lehrenden und Studierenden ins Gespräch zu kommen.

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Über den Autor Alina Biermann

Alina Biermann unterstützt das Profiling Institut im Bereich der Pressearbeit und Social Media. In dem Blog setzt sie sich regelmäßig mit verschiedenen Themen aus den Bereichen Schule, Studium, Karriere und Bildung auseinander.

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