Eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bringt zunächst oft Freude mit sich. Und das zu Recht, denn im vorherigen Bewerbungsprozess konnte man mit Anschreiben und Lebenslauf punkten. Aber das Vorstellungsgespräch stellt auch für viele die größte Hürde dar. Egal ob jung oder alt, für ein Praktikum, einen Job oder eine Beförderung, viele sind nervös vor einem Vorstellungsgespräch. Wie kann man sich vorbereiten? Was sollte man tun und was vermeiden? Was sind Tipps für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch?

Die Vorbereitung

Fragt man nach Tipps für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch, ist die Vorbereitung einer der wichtigsten Punkte. Mit guter Vorbereitung kann man besser punkten und ist entspannter. Natürlich ist nicht jedes Vorstellungsgespräch gleich, aber es gibt dennoch Punkte, die in sehr vielen Vorstellungsgesprächen eine Rolle spielen und die man vorbereiten kann.

Informationen sammeln

Zu den Tipps für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch gehört es deshalb, Informationen über das Unternehmen zu sammeln. Eine wichtige Quelle ist hierbei die Webseite des Unternehmens. Ihr können oft schon der Großteil der relevanten Informationen entnommen werden. Weitere Quellen können aus der Presse oder Fachartikeln stammen. Man kann den potentiellen Arbeitgeber besser bzw. leichter von sich überzeugen, wenn man weiß, was dieser braucht bzw. erwartet. Einige Informationen, die relevant sein können, sind:

  • Die Firmenstandorte
  • Die Branche des Unternehmens, Erfolg in der Branche und mögliche/größte Konkurrenten
  • Die Größe des Unternehmens (Mitarbeiterzahl, Umsatz, …)
  • Familienbesitz oder Aktiengemeinschaft
  • Produkte oder Dienstleistungen des Unternehmens
  • Die Firmenphilosophie und das Image des Unternehmens

Ein weiterer Tipp ist es auch, sich über seinen Gesprächspartner zu informieren, soweit man im Vorfeld weiß, wer das Vorstellungsgespräch durchführt. Als Quelle kann das Internet genutzt werden. Informationen findet man auf der Seite des Unternehmens, durch Suchmaschinen und soziale Netzwerke. Entdeckte Gemeinsamkeiten können dann im Gespräch eingestreut werden und können so als Eisbrecher dienen.

Selbstpräsentation vorbereiten

Ebenfalls zu den Tipps für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch gilt es, sich auf die Selbstpräsentation vorzubereiten. In den allermeisten Fällen, wird man dazu aufgefordert, etwas über sich selber zu erzählen, meist zu Anfang des Gesprächs. Diese Selbstpräsentation sollte nicht länger als 3 bis 5 Minuten dauern. Daher sollte man nur relevante Aspekte einbringen und es vermeiden abzuschweifen. Bei der Selbstpräsentation geht es vielmehr darum, die markantesten Stationen und Erfahrungen im eigenen Leben darzustellen und miteinander zu verknüpfen, damit ein roter Faden entsteht. Ebenfalls sollte hervorgehoben werden, welche fachlichen Qualifikationen und praktischen Erfahrungen man vorweisen kann, die zur zu besetzenden Stelle passen. Dafür muss man sich im Vorfeld intensiv mit der Stellenausschreibung auseinandergesetzt haben und die Anforderungen der Stelle genau kennen. Folgendes sollte in der Selbstpräsentation vorkommen:

  • Name, Alter, Herkunft
  • Ausbildung und Schwerpunkte
  • Praktische Erfahrungen
  • Eventuelle Auslandserfahrungen
  • Kompetenzen und Erfolge
  • Zusammenfassung, wie das gelernte zur Stelle passt und Motivation für die Stelle

Im Zuge dieser Vorbereitung sollte man sich auch seine eigene Bewerbung nochmal genau durchlesen. Die dort gegebenen Informationen dienen als Grundlage für das Vorstellungsgespräch, sie sind alles, was der Gegenüber über einen weiß. Liest man sich gründlich den Lebenslauf und das Anschreiben durch und betrachtet die beigefügten Zeugnisse, kann man eventuell schon Fragen erahnen, die im Vorstellungsgespräch zur Sprache kommen könnten.

Das Outfit

Zu den Tipps für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch gehört es in der Vorbereitung auch, sich ein passendes Outfit zu überlegen. Die Wahl der richtigen Kleidung ist enorm wichtig. Dabei gibt es nicht das eine richtige Outfit, das für jedes Vorstellungsgespräch passt. Was angemessen ist, ist von Branche zu Branche und von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Deshalb sollte man sich im Vorfeld auch über den Dresscode des Unternehmens informieren. In eher konservativen Branchen, wie Banken und Versicherungen, ist es immer etwas schicker, weshalb es hier auch Anzug oder Kostüm sein sollten. In moderneren Branchen, wie Werbeagenturen oder Marketing, hingegen ist der Dresscode oft lockerer und legerer.

In jedem Fall sollte das Outfit sauber und gepflegt sein. Das heißt es sollte gebügelt sein und auch die Schuhe sollte man putzen. Löcher oder Flecken sollten unter allen Umständen vermieden werden. Das Outfit sollte außerdem zur eigenen Person passen. Wer sich unwohl fühlt, strahlt das auch aus. Dabei sollte aber nicht versucht werden, sich vorrangig über das Outfit auszudrücken. Schließlich kommt es auch darauf an, ob man sich in das schon bestehende Team einfügen könnte, wofür man zu einem gewissen Grad anpassungsfähig sein muss.

Organisatorisches klären

Zur Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch gehört es auch, sich über organisatorische Dinge Gedanken zu machen. Es sollte klar sein, wo genau man hin muss und wie man dort hingelangt. Dabei sollte besser zu viel Zeit für den Weg eingeplant werden, als zu wenig. Wer schon gestresst in das Vorstellungsgespräch rein kommt, hat es oft schwer, wieder an Souveränität zu gewinnen. Außerdem sollten alle nötigen Unterlagen gesammelt sein und bereit liegen. Dazu gehören die Bewerbungsunterlagen, ein Notizblock und Stifte.

Das Vorstellungsgespräch

Neben diesen Tipps zur Vorbereitung, gibt es auch noch Tipps für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch, die für das Gespräch selber gelten.

Der typische Verlauf

Jedes Vorstellungsgespräch ist zwar individuell, doch es gibt dennoch einen typischen Verlauf, der häufig zum Einsatz kommt. Kennt man diesen und weiß, auf was wann geachtet werden muss, ist man weniger aufgeregt und souveräner.

  1. Phase: Smalltalk

In dieser Phase geht es zunächst ums Kennenlernen und Aufwärmen. Man stellt sich vor, schüttelt sich die Hände, wird nach der Anreise gefragt und plaudert ein wenig. Dabei ist es wichtig, schon hier einen positiven Eindruck zu vermitteln, denn diese ersten Minuten können schon über Sympathie oder Antipathie entscheiden. Man sollte schon in dieser Phase versuchen ruhig und gelassen zu bleiben. Der Händedruck sollte nicht von einem selber ausgehen, sondern vom Gegenüber. Am besten sollte der Händedruck dann kurz und fest sein, um Selbstbewusstsein zu signalisieren. Dabei sollte auch Blickkontakt gesucht werden, wie während des gesamten Vorstellungsgesprächs. Hinsetzen sollte man sich erst, wenn man dazu eingeladen wird.

  1. Phase: Kernfragen und Selbstpräsentation

In dieser Phase wird häufig dazu aufgefordert, etwas über die eigene Person zu erzählen. Hier kann man dann die vorbereitete Selbstpräsentation anbringen. Wie diese gelingt, wurde weiter oben erklärt.
Davor oder danach schließen sich dann die Fragen des Gegenübers an. Auch hier sollte man möglichst ruhig bleiben und versuchen, sich nicht aus dem Konzept bringen zu lassen. Häufig wird danach gefragt, wie man auf das Unternehmen aufmerksam geworden ist, warum man die Position besetzen möchte und warum man geeignet für die Stelle ist. Ebenfalls häufig wird nach Schwächen gefragt. Hier ist es besser ehrlich zu antworten, als ablenken zu wollen. Eine echte Schwäche einzugestehen kommt meist besser an. Es sollte aber auch klar werden, dass man diese Schwäche kennt und an ihr arbeitet. Bei der Beantwortung der Fragen ist es auch hilfreich, sich Zeit zu lassen. So findet man oft bessere Antworten und wirkt überlegter.

  1. Phase: Rückfragen

Hier wird gefragt, ob man noch Rückfragen hat, die nicht im Gespräch beantwortet wurden. Hierfür ist es sinnvoll, sich im Vorfeld Fragen zu überlegen, denn man sollte immer Rückfragen stellen. So kann man mehr über den eventuellen künftigen Arbeitsplatz und Job erfahren und auch zeigen, wie sehr man sich für den Job interessiert. Denn je tiefgründiger die Rückfragen sind, desto mehr vermittelt man den Eindruck, sich intensiv auf das Vorstellungsgespräch vorbereitet zu haben. Außerdem lassen kluge Fragen auf Intelligenz schließen und unterstreichen diese. Vermieden werden sollten einfache Fragen, die mit Ja oder Nein beantwortet werden können.

  1. Phase: Abschluss

Das Vorstellungsgespräch neigt sich dem Ende zu und es wird sich verabschiedet. Aber auch hier sollte man darauf achten, konzentriert zu bleiben und einen möglichst guten Eindruck zu hinterlassen. Daher sollte man sich möglichst gekonnt verabschieden. Es sollten wieder alle Hände geschüttelt werden und dabei Blickkontakt gehalten werden. Außerdem sollte man sich für die Einladung und das Gespräch bedanken. Falls es nicht von der Seite des Unternehmens angesprochen wird, kann man auch fragen, wie es weitergehen wird und was die nächsten Schritte im Bewerbungsverfahren sind. Danach verabschiedet man sich mit einem „Auf Wiedersehen“ und geht aufrecht aus dem Raum.

Die Körpersprache und der Ausdruck

Zu den Tipps für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch gehört es weitergehend auch, während des gesamten Gesprächs auf die Körperhaltung zu achten. Durch sie wird ein Bild von einem selbst transportiert und somit auch der Eindruck des Gegenübers maßgeblich beeinflusst. Deshalb sind nonverbale Signale auch sehr wichtig im Vorstellungsgespräch. Auf folgende Dinge sollte man dabei achten: Blickkontakt, Lächeln, aufrechte Körperhaltung, starker Händedruck, Hände locker auf den Tisch/in den Schoß legen, nicht mit den Haaren spielen oder mit den Händen fuchteln. Außerdem sollte man zu jedem Zeitpunkt höflich und freundlich bleiben, schon bei Betreten des Gebäudes. Auch auf die Sprechweise sollte man achten und langsam und deutlich sprechen. Wer schnell und abgehackt spricht, wirkt meistens weniger kompetent. Deshalb sollte man auch zu jedem Zeitpunkt im Gespräch konzentriert und mit voller Aufmerksamkeit dabei sein.

Fazit

Ein Vorstellungsgespräch ist für fast jeden etwas Aufregendes und wird es vermutlich auch immer bleiben. Nicht jedes Vorstellungsgespräch verläuft gleich und so kann man sich nie zu 100% sicher sein, was passieren wird. Aber mit den beschriebenen Tipps für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch kann man gut vorbereitet und entspannter an die Sache heran gehen. Ist man gut vorbereitet, kann man im Gespräch selbst souveräner und ruhiger agieren, was einen guten Eindruck hinterlässt.

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Über den Autor Alina Biermann

Alina Biermann unterstützt das Profiling Institut im Bereich der Pressearbeit und Social Media. In dem Blog setzt sie sich regelmäßig mit verschiedenen Themen aus den Bereichen Schule, Studium, Karriere und Bildung auseinander.

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