Nach dem Schulabschluss möchten viele junge Menschen zuerst einmal raus von Zuhause und die Welt sehen. Eine Möglichkeit dies zu erreichen, ist ein Au-Pair Aufenthalt. Was genau ist ein Au-Pair Aufenthalt? Was muss man dabei machen? Was bringt er? Und was sollte man beachten?

Der Au-Pair Aufenthalt

Zunächst soll es darum gehen zu erklären, was genau es mit einem Au-Pair Aufenthalt auf sich hat. Als Au-Pair werden junge Menschen bezeichnet, die als eine Art Kinderbetreuung ins Ausland reisen und dort bei einer Gastfamilie wohnen. Au-Pairs unterstützen im Ausland also Gastfamilien bei der Kinderbetreuung, aber auch im Haushalt. Welche Aufgaben genau auf einen zukommen, ist dabei unterschiedlich und hängt von der jeweiligen Gastfamilie und deren Lebensumständen ab. Wöchentlich arbeiten Au-Pairs meist zwischen 30 und 45 Stunden. Die Freizeit kann man frei gestalten. Im Gegenzug erhält man von der Gastfamilie die Unterkunft und Verpflegung vor Ort, sowie meist auch ein Taschengeld.

In der Regel sollte man zwischen 18 und 30 Jahre alt sein, wenn man gerne als Au-Pair ins Ausland möchte, abhängig vom gewünschten Zielland. Außerdem muss man bereits Erfahrungen in der Kinderbetreuung gesammelt haben und diese auch nachweisen können. Manchmal ist es weitergehend nötig, den Führerschein zu haben. Generell sollte man mindestens über Grundkenntnisse der Landessprache verfügen.

Der Au-Pair Aufenthalt dauert zwischen 6 und 12 Monaten, wobei die Aufenthalte häufiger 12 Monate dauern, als nur 6. Verlängerungen sind unter Umständen möglich. Mögliche Zielländer gibt es viele, beispielsweise die USA, fast alle europäischen Länder, Südamerika, Australien, usw. Besonders beliebt ist die USA, wo es auch besonders viele Gastfamilien gibt.

Die Vorteile

Um was es bei einem Au-Pair Aufenthalt geht, ist damit also geklärt. Aber was für Vorteile birgt ein solcher Aufenthalt gegenüber anderen Möglichkeiten ins Ausland zu reisen? Der größte Vorteil ist es, dass man während der Zeit dort in einer Gastfamilie lebt. So lernt man das Familienleben und den Alltag der Menschen hautnah kennen und erlebt diesen mit. Außerdem kann man in der Freizeit, die man hat, die Gegend erkunden und Freunde finden. Dadurch lernt man das jeweilige Land auf eine ganz andere Weise kennen, als wenn man als Tourist/in unterwegs ist und keinen engen Kontakt zu den dort lebenden Menschen hat. Die Kultur und die Lebensweisen sind so näher und werden besser kennengelernt. Außerdem erweitert man damit auch seinen eigenen Horizont um andere Lebens- und Denkweisen.

Ein weiterer Punkt, der als Vorteil gesehen werden kann ist, dass die Sprachkenntnisse sehr gut aufgebessert werden können. Auch hierbei ist es hilfreich, dass man direkt in einer Gastfamilie lebt und so im Alltag ständig mit der Sprache konfrontiert ist und sich mit dieser verständigen muss. Auf diese Weise werden die Sprachkenntnisse schnell besser und fließender. Um die Sprachkenntnisse noch mehr aufzubessern ist es außerdem möglich, vor Ort Sprachkurse zu besuchen. Diese müssen in der Regel selbst finanziert werden. Wer auch während des Au-Pair Aufenthalts Kindergeld beziehen möchte, muss vor Ort an einem solchen Sprachkurs teilnehmen, der mindestens 10 Stunden die Woche umfasst.

Besonders nützlich ist ein Au-Pair Aufenthalt außerdem für all die Leute, die zukünftig im sozialen Bereich oder der Pädagogik arbeiten möchten. Während des Aufenthalts können bereits wichtige Kenntnisse im Bereich der Kinderbetreuung gesammelt und ausgebaut werden, die sich im späteren Berufsleben bezahlt machen können.

Wie wird man Au-Pair?

Wer sich für einen Au-Pair Aufenthalt interessiert, der fragt sich früher oder später, wie man das ganze organisieren soll bzw. wie man es schafft, Au-Pair zu werden. Prinzipiell ist es möglich, einen Au-Pair Aufenthalt eigenständig und privat zu organisieren. In diesem Fall müsste man sich um alle wichtigen Dinge selber kümmern und auch eigenständig über das Internet eine Gastfamilie vor Ort suchen. Dies ist sehr aufwendig und kann kompliziert werden. Deshalb werden die allermeisten Au-Pair Aufenthalte durch eine Agentur vermittelt und betreut.

Diese Agenturen helfen in der Bewerbungsphase, Vermittlung und auch während des Aufenthalts bei allen Fragen und Problemen. Sie sind also auch Ansprechpartner vor Ort, sollte es Gesprächsbedarf oder ähnliches geben. Außerdem sorgen sie dafür, dass man regelmäßigen Kontakt zu den anderen Au-Pairs in der Umgebung hat. Ein weiterer Vorteil ist es, dass beide Seiten, also die Gastfamilie und man selbst als Au-Pair, vertraglich abgesichert sind. Dabei variieren die Kosten für einen solchen Au-Pair Aufenthalt von Agentur zu Agentur. Meist belaufen sie sich auf 150 bis 500 Euro.

Wer sich für die Vermittlung über eine Agentur entscheidet, sollte sich bei diesen umfangreich informieren. Es sollte erfragt werden, was genau die Tätigkeiten sein sollen und welchen Umfang diese haben werden. Außerdem sollte man sich auch vorab darüber informieren, was Hürden und Risiken während des Aufenthalts sein können. Weitergehend sollte man sich über die vertraglichen Regelungen informieren und auch die gesetzlichen Formalitäten, die vor Ort wichtig sind. Hierzu zählt zum Beispiel die Versicherung.

Welche Agentur dann schlussendlich gewählt wird, um den Au-Pair Aufenthalt zu vermitteln, bleibt jedem selbst überlassen. Eine Unterstützung bei der Unterscheidung kann das RAL-Gütezeichen bieten. Dieses wird von der Gütegemeinschaft Au pair e.V. vergeben, wenn die Agenturen geprüft wurden und dabei festgestellt wurde, dass diese nach bestimmten Qualitätsstandards arbeiten.

Generell sollte man sich möglichst früh bei Agenturen melden, um rechtzeitig eine passende Gastfamilie zu finden. Sich frühzeitig zu bewerben ist auch dafür nötig, um rechtzeitig ein Visum zu bekommen, falls dieses in dem Zielland nötig ist. Diese Visa-Beantragung dauert nämlich eine gewisse Zeit. Wer als Deutsche/r als Au-Pair in ein Mitgliedsland der EU möchte, muss kein Visum beantragen. In diesen Ländern ist es nur nötig, sich vor Ort beim Meldeamt anzumelden, wenn der Aufenthalt über 3 Monate dauert.

Fazit

Ein Au-Pair Aufenthalt ist ganz allgemein etwas für junge Menschen, die ins Ausland möchten, gerne Kinder betreuen und darin auch bereits Erfahrungen haben. Neben der Kinderbetreuung unterstützen die Au-Pairs in ihrer Gastfamilie auch bei Haushaltstätigkeiten. Dafür bekommen sie die Unterkunft, Verpflegung und meist auch ein Taschengeld. Die Freizeit dürfen sie frei gestalten. Man sollte zwischen 18 und 30 Jahre alt sein und zwischen 6 und 12 Monate Zeit haben. Ein Führerschein ist manchmal auch Voraussetzung. Außerdem sollte man zumindest Grundkenntnisse in der Landessprache mitbringen. Vermittelt werden Au-Pair Aufenthalte meist über Agenturen, die bei allem wichtigen Unterstützen und auch vor Ort Ansprechpartner sind. Dafür wird eine Vermittlungsgebühr fällig. Man sollte sich möglichst rechtzeitig bewerben, damit alles reibungslos verlaufen kann. Durch einen solche Aufenthalt lernt man eine andere Kultur hautnah kennen, man erweitert den eigenen Horizont, verbessert seine Sprachkenntnisse und kann Erfahrungen im Umgang mit Kindern sammeln, was auch im späteren Berufsleben von Vorteil sein kann.

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Über den Autor Alina Biermann

Alina Biermann unterstützt das Profiling Institut im Bereich der Pressearbeit und Social Media. In dem Blog setzt sie sich regelmäßig mit verschiedenen Themen aus den Bereichen Schule, Studium, Karriere und Bildung auseinander.

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