Das Berufsbild Förster/in ist ein weit bekanntes und auch schon altes. Man ist viel in der Natur und trägt Verantwortung für diese. Aber wie wird man Förster/in? Was sollte man für Fähigkeiten haben? Welche Möglichkeiten gibt es?

Das Berufsbild

Bevor wir der Frage „ Wie wird man Förster/in? “ nachgehen, kommen wir zunächst zu dem Berufsbild eines/r Försters/in. Förster/innen bzw. Revierförster/innen sind verantwortlich für die Bewirtschaftung und Pflege eines bzw. mehrerer Waldgebiete und auch der dort lebenden Tiere. Dies ist mit komplexen und auch umfangreichen Aufgaben verbunden. So müssen Förster/innen ihr Waldgebiet begehen und nachschauen, ob alles in Ordnung ist. Dies kann zu Fuß stattfinden oder mit dem Auto, abhängig davon, wie groß das Gebiet ist. Bei dieser Begehung wird geschaut, ob Bäume erkrankt sind, welche reif zum ernten sind und ob es nötig ist, neu zu bepflanzen. Die Bäume, die gefällt werden sollen, egal aus welchem Grund (Baumernte oder Erkrankung) werden dann mit einer Sprühdose markiert. Außerdem müssen auch andere Bäume markiert werden, die den Arbeiter/innen mit den großen Forstmaschinen als Orientierung dienen sollen. Diese Arbeiter/innen werden von den Förster/innen gebucht und eingewiesen in die Lage der zu fallenden Bäume, zu welchem Zweck diese gefällt werden und wie sie sortiert werden sollen. Auch die Fällung wird durch die Förster/innen kontrolliert und begleitet.

Auch nach Stürmen sind solche Rundgänge wichtig, um sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen. Die Förster/innen koordinieren dann die Aufräumarbeiten und sperren ggf. Gebiete, die für Menschen gefährlich sein könnten. Des Weiteren gehört es zu den Aufgaben von Förster/innen, die Waldwege und eventuellen Lichtungen und Picknickplätze instand zu halten.

Aber auch die Tiere des Waldes gehören in den Aufgabenbereich von Förster/innen. So setzen sie sich nicht nur für den Umweltschutz, sondern auch die Artenvielfalt ein. Darüber hinaus legen Förster/innen aber auch fest, wie viel Wild welcher Art Jäger/innen in ihrem Waldgebiet schießen dürfen oder sollen. Meist besitzen Förster/innen auch selbst einen Jagdschein, sie müssen die Jagd aber nicht zwingend begleiten.

Ein weiteres Aufgabengebiet von Förster/innen ist die Weitergabe von Wissen an die jüngere und auch ältere Generation. So bieten sie zum Teil Führungen durch ihr Waldgebiet an für Schulklassen oder auch Senior/innen. Dies soll auch dazu dienen, das Bewusstsein für Umweltschutz zu verbessern.

Neben den Tätigkeiten in der Natur gehören aber auch Bürotätigkeiten zu dem Beruf. So müssen alle Prozesse das Holz betreffend koordiniert werden, sowie ggf. der Verkauf von diesem, wenn das auch zum jeweiligen Aufgabengebiet gehört. Auch das schreiben von Rechnungen und die Berechnung von Preisen gehört zum Aufgabenbereich. Außerdem wird auch Kontakt zu den Jäger/innen und den Besitzer/innen des Waldgebietes gehalten und es wird auf Wünsche oder Forderungen eingegangen, die beispielsweise von Staat und Kommune gestellt werden.

Wichtig zu wissen ist noch, dass auch Bereitschaftsdienste auf einen zukommen können, beispielsweise wenn man in einem Staatsforstbetrieb angestellt ist. Passiert während eines solchen Dienstes nachts ein Wildunfall im Waldgebiet, so müssen die Förster/innen sich um diesen kümmern. Wenn das Tier nicht mehr zu retten ist, schießt es der/die Förster/in entweder selbst oder kontaktiert eine/n Jäger/in, falls sie selber keinen Jagdschein besitzen.

Förster/innen können dabei entweder private Waldbesitzer betreuen oder aber als Angestellte/r in Staatsforstbetrieben tätig sein.

Die Aufgaben und Tätigkeiten eines/r Förster/in sind also vielfältig. Aber wie wird man Förster/in?

Wie wird man Förster/in?

Das sollte man mitbringen

Wenn man die Frage „ Wie wird man Förster/in? “ beantworten möchte, sollte man sich zunächst die persönlichen Voraussetzungen, die ein/e Förster/in mitbringen sollte, anschauen. Da der Beruf so vielseitig ist, ist auch ein vielseitiges Wissen notwendig. Grundsätzlich sollte man schon vor Beginn der Ausbildung ein gutes naturwissenschaftliches Verständnis mitbringen, ebenso wie ein gutes Technikverständnis. Darüber hinaus sollte man auch gut organisieren können, flexibel und belastbar sein, gut kommunizieren können und ein gewisses wirtschaftliches Denkvermögen mitbringen.

Der Ausbildungsweg

Um die Frage „ Wie wird man Förster/in? “ abschließend zu beantworten, wird nun beleuchtet, welchen Ausbildungsweg es gibt, um dieses Ziel zu erreichen. Um Förster/in zu werden, muss man in der Regel die allgemeine Hochschulreife (Abitur) mitbringen, denn es ist notwendig, ein Hochschulstudium zu absolvieren, um diesen Beruf ausüben zu können. Dieses Studium ist meist recht komplex, denn es werden Kenntnisse in vielen verschiedenen Bereichen vermittelt. Momentan bieten einige Universitäten, aber auch einige Fachhochschulen Studiengänge im Forstbereich an. Das Bachelorstudium dauert dabei meist 6 Semester, also 3 Jahre. Danach besteht die Möglichkeit, noch einen Masterabschluss in diesem Bereich zu machen.

Nach dem Bachelorstudium dürfen die Absolvent/innen allerdings nicht direkt Revierförster/in werden. Je nach Bundesland müssen sie zunächst noch einen einjährigen Anwärterdienst durchlaufen, welcher berufsvorbereitend konzipiert ist und mit einer Laufbahnprüfung abschließt, oder aber ein zweijähriges Traineeprogramm zum selben Zweck absolvieren. Wurde dies erfolgreich durchlaufen, dürfen die Anwärter/innen als Revierförster/in im gehobenen Forstdienst tätig sein.

Fazit – Wie wird man Förster/in?

Fragt man sich „ Wie wird man Förster/in? “, so muss man also wissen, dass dies über ein Hochschulstudium möglich ist, welches viele verschiedene Themen beinhaltet, denn der Beruf ist ein vielschichtiger und abwechslungsreicher. Dem dreijährigen Bachelorstudium schließt sich dann, je nach Bundesland, entweder ein einjähriger Anwärterdienst an oder ein zweijähriges Traineeprogramm. Danach ist man dazu berechtigt, als Revierförster/in im gehobenen Forstdienst tätig zu sein. Außerdem gibt es auch die Möglichkeit, noch einen Masterabschluss zu machen. Wer Förster/in werden möchte, sollte ein naturwissenschaftliches und auch wirtschaftliches Verständnis mitbringen, genauso wie ein Technikverständnis. Außerdem sollte man flexibel und belastbar sein. Auch ein gewisses organisatorisches Talent sollte man mitbringen, genau wie die Fähigkeit, gut kommunizieren zu können. Der Beruf Förster/in ist ein abwechslungsreicher, bei dem man sich viel draußen in der Natur aufhält, auch wenn Bürotätigkeiten ebenfalls notwendig sind.

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Über den Autor Alina Biermann

Alina Biermann unterstützt das Profiling Institut im Bereich der Pressearbeit und Social Media. In dem Blog setzt sie sich regelmäßig mit verschiedenen Themen aus den Bereichen Schule, Studium, Karriere und Bildung auseinander.

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