Ein Studium dauert meist mehrere Jahre, ist zeitintensiv und aufwendig. Nach Abschluss des Studiums, möchten Studierende dementsprechend einen guten Job haben. Aber was sind die Erwartungen von Studierenden nach dem Studium? In welche Branchen möchten deutsche Studierende? Was ist ihnen beim Beruf wichtig?

Die beliebtesten Branchen

Die EY Studentenstudie 2018 der globalen EY-Organisation hat in 2000 Studierende in 27 Städten befragt. Hierbei wurden die Erwartungen von Studierenden nach dem Studium erfragt. Die meisten Befragten studierten Sozialwissenschaften (19 Prozent), gefolgt von den Ingenieurswissenschaften/Informatik (16 Prozent) und den Wirtschaftswissenschaften (14 Prozent). Andere Studienfächer der Befragten waren Sprach- und Literaturwissenschaften, Naturwissenschaften, Geisteswissenschaften, Jura, Kulturwissenschaften, Medizin und Sonstiges. Die meisten Befragten waren 21 bis 23 Jahre alt (40 Prozent) oder 24 bis 26 Jahre alt (36 Prozent).

In welchen Branchen die Erwartungen von Studierenden nach dem Studium am besten abgedeckt werden zeigt sich bei der Frage, welche Branchen für die beruflichen Pläne besonders attraktiv sind. Hier antworteten 41 Prozent mit dem öffentlichen Dienst, welcher damit die beliebteste Branche darstellt. Dieser Bereich hat auch gleichzeitig am meisten an Zustimmung gewonnen, denn 2016 nannten ihn nur 32 Prozent bei dieser Frage. Gefolgt wird der öffentliche Dienst von Kultureinrichtungen (22 Prozent), der Wissenschaft (20 Prozent), der sonstigen Industrie, dem Gesundheitswesen/Pharma und der Beratung/Prüfung (jeweils 14 Prozent). Am meisten an Zustimmung verloren hat die Autoindustrie. Nannten diese 2016 noch 22 Prozent, sind es in der Umfrage von 2018 nur noch 8 Prozent.

Besonders bei Frauen ist der öffentliche Dienst beliebt. 48 Prozent finden diesen Bereich attraktiv. An zweiter Stelle folgen bei den Frauen die Kultureinrichtungen mit 28 Prozent. Danach stehen Wissenschaft, Gesundheitswesen/Pharma und Beratung/Prüfung. Auch bei den Männern ist der öffentliche Dienst am beliebtesten mit 32 Prozent. An zweiter Stelle folgt die Wissenschaft mit 19 Prozent. Danach stehen sonstige Industrie, IT/Software und Kultureinrichtungen. 2016 lag laut der Umfrage noch die Automobilbranche auf Platz 1 bei den männlichen Befragten. Diese fehlt jetzt in den Top 5 komplett.

Die Ergebnisse wurden in der Umfrage auch noch nach Studiengang aufgeschlüsselt. Bei den Wirtschaftswissenschaftlern/innen ist der Bereich Beratung/Prüfung mit 48 Prozent am beliebtesten. Bei den Juristen/innen liegt der öffentliche Dienst mit 45 Prozent knapp vor Beratung/Prüfung mit 44 Prozent. Auch bei den Geisteswissenschaftlern liegt der öffentliche Dienst mit 61 Prozent an der Spitze. Der attraktivste Bereich für Ingenieure ist mit 53 Prozent IT/Software.

Konkrete Erwartungen

Die Umfrage hat auch die konkreten Erwartungen von Studierenden nach dem Studium erfragt. Demnach werden die höchsten Gehälter bei den Banken erwartet (40.100 €). Gefolgt wird dieser erste Platz von der sonstigen Industrie, wo 40.000 € erwartet werden. Im Durchschnitt erwarten die Studierenden ein Gehalt von 37.900 €. Das erwartete Gehalt im öffentlichen Dienst liegt mir 37.500 € unter diesem Durchschnitt. Mit 35.800 € wird das geringste Gehalt in den Kultureinrichtungen erwartet.

Besonders wichtig ist den Studierenden nach dem Studium darüber hinaus, dass es eine Jobsicherheit gibt. Das gaben 57 Prozent der Befragten an. Ebenfalls wichtig sind Gehalt und mögliche Gehaltssteigerungen (44 Prozent), flache Hierarchien/Kollegialität (41 Prozent), Vereinbarkeit von Beruf und Familie (40 Prozent) und Aufstiegschancen (39 Prozent). Als weniger wichtig wird die Möglichkeit zu einer Auszeit bewertet (6 Prozent) und ein Dienstwagen (5 Prozent).

Auch diese Erwartungen von Studierenden nach dem Studium wurden in der Umfrage nach Geschlecht aufgeschlüsselt. Am wichtigsten ist sowohl Männern, als auch Frauen die Jobsicherheit (Männer: 52 Prozent, Frauen: 62 Prozent). Bei Frauen folgt an zweiter Stelle die Vereinbarkeit von Familie und Beruf (49 Prozent). Bei den Männern hingegen steht Gehalt/Gehaltssteigerung an zweiter Stelle (45 Prozent). Dieses steht bei den Frauen an dritter Stelle mit 44 Prozent. An dritter Stelle bei den Männern stehen Aufstiegschancen mit 43 Prozent. An vierter Stelle steht bei beiden Geschlechtern flache Hierarchien/Kollegialität mit jeweils 41 Prozent. An fünfter Stelle bei den Frauen stehen dann die Aufstiegschancen (36 Prozent). Bei den Männern sind hier flexible Arbeitszeiten zu finden (33 Prozent).

Die Faktoren Jobsicherheit und Gehalt wurden außerdem noch nach Studiengängen aufgeschlüsselt. Bei den Sozialwissenschaftlern ist mit 62 Prozent der Anteil der Studierenden am höchsten, der Jobsicherheit als wichtig einschätzt. Bei den Geisteswissenschaften und Sprach- und Literaturwissenschaften gaben das 61 Prozent an. Bei den Studierenden der Kulturwissenschaften gaben nur 49 Prozent an, dass Jobsicherheit wichtig sei. Bei dem Faktor Gehalt liegen die Medizinstudierenden mit 58 Prozent vorne. An zweite Stelle stehen Studierende der Wirtschaftswissenschaften mit 49 Prozent. Unter den Studierenden der Geisteswissenschaften gaben hingegen nur 35 Prozent an, dass Gehalt ein wichtiger Faktor sei.

Fazit

Die Umfrage hat die Erwartungen von Studierenden nach dem Studium ermittelt. Wichtig ist vor allem Jobsicherheit, aber auch das Gehalt und Gehaltssteigerungen, flache Hierarchien bzw. Kollegialität, Vereinbarkeit von Beruf und Familie und Aufstiegschancen. Die beliebteste Branche der Studierenden ist der öffentliche Dienst. Gefolgt wird dieser von Kultureinrichtungen, der Wissenschaft, der sonstigen Industrie, dem Gesundheitswesen/Pharma und der Beratung/Prüfung. Diese Branchen scheinen den Erwartungen der Studierenden nach dem Studium am meisten zu entsprechen bzw. sie scheinen sie am besten zu erfüllen. Am meisten an Zustimmung verloren hat die Autoindustrie. Sie kann anscheinend nicht mehr mit den Erwartungen mithalten.

Hier finden Sie die EY Studentenstudie 2018:

EY Studentenstudie 2018

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Über den Autor Alina Biermann

Alina Biermann unterstützt das Profiling Institut im Bereich der Pressearbeit und Social Media. In dem Blog setzt sie sich regelmäßig mit verschiedenen Themen aus den Bereichen Schule, Studium, Karriere und Bildung auseinander.

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