Der Studiengang Medizin ist sehr beliebt, die Studienplätze jedoch begrenzt und somit hart umkämpft. Deshalb gibt es Auswahlverfahren, die mit entscheiden, wer einen Studienplatz bekommt und das nicht erst seit der Neuregelung der Studienplatzvergabe im Fach Medizin. Der HAM-Nat als Alternative zum Medizinertest ist eine Möglichkeit hierfür. Was genau ist das? Wie muss man wissen?

Allgemeines zum HAM-Nat

Um den HAM-Nat als Alternative zum Medizinertest vorzustellen, werden zunächst die allgemeinen Informationen zu diesem Test vorgestellt. Der Hamburger Naturwissenschaftstest (kurz: HAM-Nat) ist ein kostenloser Studierfähigkeitstest, der an einigen Universitäten in Deutschland im Fach Medizin eingesetzt wird. Auch der TMS (oder Medizinertest genannt) ist ein solcher Studierfähigkeitstest im Fach Medizin. Mehr zu dem Medizinertest und wie dieser zu meistern ist, können Sie hier erfahren. Anders als der Medizinertest ist der HAM-Nat allerdings ein reiner Wissenstest.

Der HAM-Nat als Alternative zum Medizinertest fragt mathematisches und naturwissenschaftliches Wissen auf Abitur-Niveau ab. Entwickelt wurde er am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf im Jahr 2008 und kommt seit dem Wintersemester 2008/2009 zum Einsatz. Momentan wird er an der Universität Hamburg, der Charité Berlin und der Universität Magdeburg im Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) für den Studiengang Medizin eingesetzt. An der Universität Hamburg und der Charité Berlin kommt er auch im Studiengang Zahnmedizin zum Einsatz. Die Studienplätze der jeweiligen Fächer werden an diesen Universitäten nach der Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung (also dem Abiturschnitt) und dem Ergebnis des HAM-Nats vergeben.

Der Test findet an allen drei Universitäten gleichzeitig im August statt. Darüber hinaus kann der Test an der Charité Berlin auch Mitte Februar abgelegt werden, da man hier auch zum Sommersemester beginnen kann zu studieren.

Ein weiterer Unterschied zum Medizinertest besteht darin, dass der HAM­-Nat beliebig häufig geschrieben werden kann. Einen Haken gibt es dabei aber doch, da man sich nicht für den HAM-Nat anmelden kann, sondern nur kurz vor dem Test zu diesem eingeladen werden kannn werden kann.

Zulassung zum HAM-Nat

Bei dem HAM-Nat als Alternative zum Mediziniertest ist es wie bereits erwähnt so, dass man zu diesem eingeladen werden muss. Dies geschieht durch die jeweilige Universität selbst kurz bevor der Test stattfindet. Die Einladung kommt also erst einige Tage vor dem Test und das per E-Mail. Eingeladen wird, wer bestimmte Kriterien erfüllt. Ein Kriterium ist, dass die entsprechende Universität als Ortspräferenz 1 angegeben wurde. Man muss sich im Vorfeld also entscheiden, wo man den HAM-Nat absolvieren wollen würde und damit auch, wo man potenziell studieren möchte. Das nächste relevante Kriterium ist die Abiturnote. Bis zu welchem Schnitt die Universitäten Bewerber/innen einladen, variiert dabei von Jahr zu Jahr. Im Wintersemester 2018/2019 galten folgende Grenzen für die Abiturnoten:

  • Charité Berlin: 1,5 (bzw. 1,9 im Fach Zahnmedizin)
  • Universität Hamburg: 1,8
  • Universität Magdeburg: 1,7

Dieser Abischnitt ist dann auch der Ausgangspunkt zu einer Punktesystembewertung, die später darüber entscheidet, wer schlussendlich einen Studienplatz erhält. Wie genau die Punktesysteme aussehen, ist dabei an jeder Universität etwas unterschiedlich. Hierrüber kann man sich auf den jeweiligen Internetseiten informieren. Allgemein ist es an allen drei Universitäten so, dass die Abiturnote einem bestimmten Notenäquivalent in Punkten zugeordnet wird. Diese Punktzahl ist der Ausgangspunkt. In dem HAM-Nat können dann weitere Punkte erworben werde. Diese Punkte werden dann zu den Punkten aus der Abiturnote gezählt. Diese Gesamtpunktzahl entscheidet dann darüber, wer einen Studienplatz erhält und wer nicht und das, indem eine Rangliste erstellt wird. Die besten erhalten dann einen Studienplatz. In Hamburg erhalten zusätzlich die Teilnehmer/innen eine weitere Chance, die die ersten Plätze knapp verpasst haben. Sie werden zu einem weiteren Test, dem HAM-Int eingeladen und können so noch einen Studienplatz ergattern.

Ablauf

Nun wird vorgestellt, wie der HAM-Nat als Alternative zum Medizinertest abläuft. Allgemein besteht der Test aus ca. 80 Multiple-Choice Aufgaben aus den Bereichen Mathematik, Chemie, Biologie und Physik, die in 120 Minuten beantwortet werden müssen. Abgefragt wird Wissen aus den genannten Fächern auf Abiturniveau. Zu jeder Frage gibt es fünf Antwortmöglichkeiten, von der nur eine richtig ist. Diese muss angekreuzt werden und Notizen oder Rechenwege werden nicht berücksichtigt. Außerdem dürfen keinerlei Hilfsmittel verwendet werden. Einen Taschenrechner oder aber eine Formelsammlung darf also nicht verwendet werden.

Auch wenn der Test selbst nur 120 Minuten umfasst, beginnt der Testtag bereits um 9 Uhr und endet um 13:30 Uhr. In dieser Zeit inbegriffen ist der Einlass, eine Begrüßung und das Austeilen der Unterlagen.

Vorbereitung

Da es sich bei dem HAM-Nat als Alternative zum Medizinertest um einen reinen Wissenstest handelt, kann man sich gut auf diesen vorbereiten und trainieren. Hierzu sollte man sich vor allem die aktuellen Themenkataloge zum Test auf den Seiten der Universität Hamburg und der Universität Magdeburg ansehen. So weiß man bereits, welche Themen abgefragt werden. Die Charité hat keinen eigenen Themenkatalog auf ihrer Seite, sondern verweist auf den der Universität Hamburg.

Weitergehend gibt es auf den Seiten der Universitäten Magdeburg und Hamburg Selbsttests. Diese sollen einen ersten Eindruck darüber vermitteln, was im HAM-Nat abgefragt werden könnte.

Außerdem können Lerngruppen und auch Nachhilfe sinnvoll sein, um sich effektiv vorzubereiten. Darüber hinaus gibt es mittlerweile Vorbereitungskurse, die gezielt auf den HAM-Nat vorbereiten sollen. Dies sind allerdings dann auch mit Kosten verbunden. Weitergehend gibt es auch verschieden Bücher, die bei der Vorbereitung auf diesen Test unterstützen sollen.

Fazit

Der HAM-Nat als Alternative zum Medizinertest ist also ein Wissenstest, der im AdH für medizinische Studiengänge der Universitäten Hamburg und Magdeburg und der Charité Berlin eingesetzt wird. Es wird Wissen aus den Fächern Mathematik, Physik, Biologie und Chemie auf Abiturniveau abgefragt. Der Test beinhaltet ca. 80 Multiple-Choice-Fragen, die in 120 Minuten ohne Hilfsmittel beantwortet werden müssen. Zum Test eingeladen werden die Bewerber/innen, die den entsprechenden Standort als ersten Standortwunsch angegeben haben und die einen bestimmten Abiturdurchschnitt vorweisen können. Wer schlussendlich einen Studienplatz erhält, wird mithilfe eines Punktesystems entschieden. Die Einladungen zum Test werden erst einige Tage vor dem Testtag per Mail versandt. Der Test findet Mitte August statt, in Berlin zusätzlich Mitte Februar. Da es sich um einen reinen Wissenstest handelt, kann man sich auf diesen gut vorbereiten. Die aktuellen Themenkataloge können online eingesehen werden. Dort stehen auch Selbsttests zur Verfügung. Weitergehend können Lerngruppen, Nachhilfe, gezielte Vorbereitungskurse oder Bücher bei der Vorbereitung unterstützen.

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Über den Autor Alina Biermann

Alina Biermann unterstützt das Profiling Institut im Bereich der Pressearbeit und Social Media. In dem Blog setzt sie sich regelmäßig mit verschiedenen Themen aus den Bereichen Schule, Studium, Karriere und Bildung auseinander.

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