Die Hochschullandschaft in Deutschland ist vielfältig und groß. Das sieht man schon an den vielen verschiedenen Studiengängen. 2017 gab es ungefähr 19000 Studiengänge in Deutschland. Der größte Studienbereich ist das Lehramt. Der zweitgrößte Bereich sind die Wirtschafts- und Rechtswissenschaften. Neben diesen zahlreichen Studiengängen gibt es aber auch noch verschiedene Hochschultypen, die die Hochschullandschaft in Deutschland prägen.

Hochschultypen in Deutschland

Im Wintersemester 2017/2018 gab es nach Angaben des statistischen Bundesamts insgesamt 428 Hochschulen in Deutschland. Diese Hochschulen gliedern sich in sechs verschiedene Hochschultypen, die nachfolgend vorgestellt werden.

Der wohl bekannteste Hochschultyp ist die Universität. Hier kann man Bachelor- und Masterabschlüsse erhalten. Außerdem haben Universitäten das Promotionsrecht. Zugangsvoraussetzung ist in der Regel das Abitur. Das Angebot an Studienfächern und Leistungen um das Studentenleben herum ist oft sehr groß, da es viele Studierende gibt. Ein Schwerpunkt von Universitäten ist oftmals die Forschung. Im Wintersemester 2017/18 gab es 106 Universitäten.

Ein anderer Hochschultyp ist die Fachhochschule. Auch hier kann man Bachelor- und Masterabschlüsse erhalten, aber keinen Doktortitel. Zugangsvoraussetzung ist meistens das (Fach-)Abitur. Anders als an Universitäten studieren an einer Fachhochschule durchschnittlich weniger Studierende, weshalb die Unterrichtsform anders ist. Außerdem ist es an Fachhochschulen verpflichtend, ein Praxissemester in einem Betrieb zu absolvieren. Dieses wird durch ein Seminar begleitet und fließt in die Studienleistung mit ein. Im Wintersemester 2017/18 gab es 217 Fachhochschulen.

Kunsthochschulen bzw. Kunstakademien bilden einen weiteren Hochschultyp. Sie sind künstlerische bzw. künstlerisch-wissenschaftliche Hochschulen. Hier kann man Bachelor- und Masterabschlüsse erhalten, ebenso wie Grade und Titel wie Akademiebrief oder Meisterschüler. Zugangsvoraussetzungen sind das Abitur oder Fachabitur sowie der Nachweis einer besonderen künstlerischen Begabung, welche durch ein Aufnahmeverfahren festgestellt wird.

Eine Sonderform der Kunsthochschulen sind die Musikhochschulen. Sie sind ein hochschulisches Lehrinstitut, das der musikalischen Berufsausbildung dient. Die erreichbaren Abschlüsse und Zugangsvoraussetzungen stimmen mit denen der Kunsthochschule überein. Insgesamt gab es im Wintersemester 2017/18 53 Kunsthochschulen.

Die theologische Hochschule ist ein weiterer Hochschultyp. Sie sind kleinere Hochschulen, die sich auf theologische Studienfächer spezialisiert haben. Oft bilden sie Geistliche aus, weshalb die passende Konfession, neben dem Abitur oder Fachabitur,  oft eine Zugangsvoraussetzung ist. Träger ist in der Regel eine Kirche. Hier kann man Bachelor- und Masterabschlüsse erreichen. Im Wintersemester 2017/18 gab es 16 theologische Hochschulen.

Ein weiterer Hochschultyp ist die Verwaltungsfachhochschule oder auch Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung (FHöV). Diese sind in Deutschland interne Fachhochschulen des Bundes und auch eines großen Teils der Länder. Sie sind für die Ausbildung der Anwärter für den gehobenen Dienst in der öffentlichen Verwaltung da. Zugangsvoraussetzungen sind das Abitur oder Fachabitur. Die Studiengänge sind nur für die Angehörigen von Behörden bzw. staatlichen Stellen. Sie sind also ein Baustein in der Laufbahnausbildung von Beamten für den gehobenen Dienst in der öffentlichen Verwaltung. Im Wintersemester 2017/2018 gab es 30 Verwaltungsfachhochschulen.

Der letzte Hochschultyp ist die pädagogische Hochschule. In Deutschland sind sie Zentren der Bildungswissenschaften, die sich selbst verwalten. Hier kann man Bachelor- und Masterabschlüsse erreichen und auch promovieren. Wissenschaftlicher Schwerpunkt ist die Lehr- und Lernforschung. Ursprünglich gab es pädagogische Hochschulen in fast jedem Bundesland. Sie wurden aber bis 1980 fast alle in Universitäten umgewandelt. Im Wintersemester 2017/18 gab es 6 pädagogische Hochschulen.

Nähere Informationen zu der Hochschullandschaft in Deutschland finden Sie hier.

Fragen Sie sich nun, welche Hochschulen und Hochschultypen es in welchem Bundesland gibt, finden Sie entsprechende Informationen auf folgenden Seiten:

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Über den Autor Alina Biermann

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