Betriebliche Berufsausbildung in Zeiten von Corona 2022

Veröffentlicht am 27. Oktober 2022 Aktualisiert am 20. August 2026

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Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

KurzfassungWährend der Pandemie sank das Ausbildungsplatzangebot bei zugleich sinkender Nachfrage. OECD und IAB ordnen die Lage im dritten Pandemiejahr ein.
ThemenbereichArbeitsmarkt, Berufsausbildung, Berufseinstieg
Veröffentlicht27. Oktober 2022
Aktualisiert20. August 2026
AutorJan Bohlken, Diplom-Sozioökonom, Geschäftsführer des Profiling Instituts
Passende Leistung des Institutsprivate Berufsberatung, 1.400 Euro für Schüler und Abiturienten, ab 900 Euro für Berufstätige
HerausgeberProfiling Institut, Eignungsdiagnostik nach DIN 33430, sieben Standorte in Deutschland

In einer Kooperation der OECD und des IAB haben verschiedene Expert*innen im Rahmen eines Webinars über die aktuellen Entwicklungen im Hinblick auf die betriebliche Berufsausbildung in Zeiten von Corona diskutiert.

Betriebliche Ausbildungen in Zeiten von Corona – aktuelle Situation

Während der Pandemie kam es zu einer Verschärfung der ohnehin schon problematischen Situation auf dem Ausbildungsmarkt. Denn das Angebot an Ausbildungsplätzen sank bei gleichzeitig ebenfalls sinkender Nachfrage. Und auch wenn sich das Ausbildungsplatzangebot langsam zu erholen scheint, ist es immer noch deutlich unter dem Vorkrisenniveau angesiedelt. Dominierend sei jedoch laut des Direktors des IAB Prof. Bernd Fitzenberger, dass sich immer weniger Menschen auf Ausbildungsplätze bewerben. Demnach kommt es zu großen Fachkräftelücken und insbesondere kleine und/oder ländlich gelegene Betriebe spüren den Rückgang an Bewerber*innen deutlich.

Zusätzlich wirken sich die hohe Inflationsrate sowie das sinkende Wirtschaftswachstum und die durch den Krieg in der Ukraine ausgelöste Energiekrise ebenfalls negativ auf den Ausbildungsmarkt aus.

Betriebliche Berufsausbildung in Zeiten von Corona – Lösungsansätze

Aufgrund der in der Pandemie teilweise weggebrochenen Kontaktmöglichkeiten, gilt es diese wenn möglich wieder neu zu beleben oder neue Rekrutierungswege zu finden. Zudem gibt es ein großes Potential an ungelernten Personen, für die eine betriebliche Berufsausbildung in Frage käme.

Darüber hinaus müssen weitere Unterstützungsangebote im Übergangsystem gemacht werden, um Schulabgänger*innen für den Ausbildungsmarkt zu gewinnen. Generell sollte die duale Berufsausbildung mehr Beachtung in der Beratung erhalten. Denn gerade an Gymnasien spiele diese kaum eine Rolle, wie Sven Nobereit, Geschäftsführer Sozial- und Arbeitsmarktpolitik beim Verband der Wirtschaft Thüringens, feststellt. Es sollte demnach zu einer generellen Stärkung der beruflichen Bildung kommen, um mehr junge Menschen für diesen Bildungsweg zu begeistern.

Neue und modernisierte Ausbildungsberufe 2022

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