Im Studium wird jeder früher oder später mit einer Aufgabe konfrontiert, bei der wissenschaftliches Arbeiten gefordert ist. Vielen Studierenden graut es geradezu davor. Das wissenschaftliche Arbeiten scheint eine riesige Hürde zu sein, über die man nur schwer rüber kommt. Aber wissenschaftliches Arbeiten ist keine Hexerei, sondern erlernbar. Was genau gehört zum wissenschaftlichen Arbeiten? Was ist zu beachten? Wie geht man vor?

Wissenschaftliches Arbeiten – Was ist das?

Wissenschaftliches Arbeiten wird oft in der Hochschule gefordert. Egal ob bei Referaten, Hausarbeiten, wissenschaftlichen Aufsätzen oder auch der Bachelorarbeit. Eine konkrete Definition zum wissenschaftlichen Arbeiten gibt es nicht. Ganz allgemein ist wissenschaftliches Arbeiten aber ein methodisches und systematisches Vorgehen, bei dem es wichtig ist, dass die Ergebnisse objektiv nachvollziehbar und auch reproduzierbar sind. Das erreicht man durch die Offenlegung der verwendeten Quellen und durch eine detaillierte Beschreibung von Experimenten. Wie wichtig die Angabe von Quellen ist, ist spätestens nach den Plagiatsvorwürfen gegen einen Politiker allseits bekannt. Ziel einer wissenschaftlichen Arbeit ist die Beantwortung einer Frage auf Grundlage von gesicherten Erkenntnissen.

Merkmale wissenschaftlichen Arbeitens

Das macht wissenschaftliches Arbeiten aus:

  • Systematisches Arbeiten (klarer Aufbau, Gang der Untersuchung ist deutlich)
  • Objektives Begründen (keine persönliche Meinung, Begründungen nur aufgrund nachvollziehbarer Kriterien, Kenntlichmachung der Quelle (!))
  • Streben nach Allgemeingültigkeit (Aussagen auf mehrere Fälle übertragbar)
  • Basis: Literaturauswertung (Fachliteratur verwenden, mehrere Meinungen und Stellungen einbeziehen) und/oder empirische Analyse (auf Repräsentativität achten)
  • Definition wesentlicher Begriffe (zur Schaffung einer klaren Grundlage)
  • Berücksichtigung formaler Ansprüche (Aufbau aus Titelblatt, Inhaltsverzeichnis, Einleitung, Hauptteil, Fazit/Ausblick/Diskussion, Literaturverzeichnis, ggf. Abbildungs-, Tabellen-, Abkürzungs- und Symbolverzeichnis, ggf. Anhang)

Das Vorgehen

Wissenschaftliches Arbeiten erfordert also ein gewisses Vorgehen. Dieser Prozess besteht aus folgenden Schritten. Als erstes erfolgt die Themensuche. Wenn die Möglichkeit besteht sollte immer ein Thema gewählt werden, welches man interessant findet. Dann fällt die Auseinandersetzung damit leichter. Dann folgt die Problemdefinition. Welchen Bereich des Themas soll betrachtet werden? Dann folgt die Findung einer konkreten und klaren Fragestellung. Diese Fragestellung ist besonders wichtig, denn sie ist die Grundlage der gesamten Arbeit. Wissenschaftliches Arbeiten hat die Beantwortung einer Frage zum Ziel. Somit dreht sich die gesamte Arbeit um die gewählte Fragestellung. Diese sollte möglichst klar, konkret und leicht zu verstehen sein.

Ist das Thema und die Fragestellung klar, folgt die Recherche. Am besten geht man hierfür in die Hochschulbibliothek. Mit Schlagwörtern kann man hier im Katalog nach geeigneter Fachliteratur suchen. Auch Fachdatenbanken können hilfreich sein. Hier findet man auch aktuelle Fachaufsätze und ähnliches. Wichtig ist hierbei auf die Geeignetheit der Quelle zu achten. Wikipedia ist keine wissenschaftliche Quelle.

Als nächstes wird die Gliederung erstellt. Sie besteht aus einer Einleitung, einem Hauptteil und einem Fazit/einem Ausblick/einer Diskussion. Der Hauptteil kann dabei so gegliedert werden, wie es für die Fragestellung sinnvoll ist. Bei der Erstellung sollte immer auf den roten Faden geachtet werden. Alle Kapitel sollten logisch aufeinander aufbauen und auf die Beantwortung der Fragestellung hinarbeiten.

Danach folgt erst die eigentliche inhaltliche Ausarbeitung. Handelt es sich um eine Hausarbeit o.ä. beginnt hier das Schreiben. Wichtig ist verständlich und nachvollziehbar zu formulieren. Die Sätze sollten nicht zu lang oder zu verschachtelt sein. Es ist auch nicht nötig möglichst viele Fachbegriffe zu verwenden. Die Verwendung relevanter Fachbegriffe reicht aus und macht den Text verständlicher. Werden Fachbegriffe verwendet, sollten sie wie schon beschrieben definiert werden.

Nach der inhaltlichen Ausarbeitung folgt die Überarbeitung. Am besten lässt man jemand anderen die Arbeit lesen. Dieser sollte auf Rechtschreibung, Kommasetzung und ähnliches achten. Aber auch die Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit sollte geprüft werden. Hierzu ist es sinnvoll, eine fachfremde Person die Arbeit lesen zu lassen. Also jemanden, der keine Ahnung von dem Thema hat. Eventuelle Gedankensprünge oder Argumentationslücken können so leichter gefunden werden. Auch bei einem Referat ist dieses Vorgehen sinnvoll. Am besten trägt man das Referat wieder fachfremden Personen vor. So trainiert man gleichzeitig auch schon seine Präsentation.

Fazit – Wissenschaftliches Arbeiten ist keine Hexerei

Wie deutlich wurde, ist wissenschaftliches Arbeiten nichts, was nicht erlernbar wäre. Am Anfang mag es noch etwas komisch sein, aber mit der Zeit wird es einfacher. Wenn die Merkmale befolgt werden und das Vorgehen strukturiert ist, ist schon einmal viel geschafft. Sollte es dennoch Probleme geben, gibt es in der Hochschule in der Regel Anlaufstellen. Kommt man bei der Recherche nicht weiter kann man beispielsweise die Bibliothekar/innen um Hilfe bitten. Sie können wertvolle Tipps geben und auf weitere Literatur aufmerksam machen. Gibt es Probleme beim Schreiben, kann man Dozenten und Kommilitonen ansprechen. Oft gibt es an Hochschulen auch so etwas wie eine Schreibwerkstatt oder ein Schreibzentrum. Hier wird konkret auf Studierende mit Problemen beim Schreiben eingegangen.
Auch wenn die erste wissenschaftliche Arbeit unüberwindbar scheint, sollte man einfach anfangen. Übung macht schließlich den Meister.

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Über den Autor Alina Biermann

Alina Biermann unterstützt das Profiling Institut im Bereich der Pressearbeit und Social Media. In dem Blog setzt sie sich regelmäßig mit verschiedenen Themen aus den Bereichen Schule, Studium, Karriere und Bildung auseinander.

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