Im Prüfungsjahr 2025 haben rund 527.600 Menschen einen Hochschulabschluss in Deutschland erworben, 16.000 oder 3 Prozent mehr als im Jahr davor. Das hat das Statistische Bundesamt (Destatis) am 2. Oktober 2026 gemeldet. Am stärksten zugelegt haben die Abschlüsse, die zum Lehramt qualifizieren. Für alle, die gerade ein Studium wählen, steckt in den Zahlen mehr als eine Statistik: Sie zeigen, in welchen Fächern in drei bis fünf Jahren viele Absolventinnen und Absolventen gleichzeitig auf den Arbeitsmarkt kommen.
Das Wichtigste in Kürze
| Kurzfassung | 527.600 Hochschulabschlüsse 2025, 3 % mehr als im Vorjahr. Lehramtsmaster legen am stärksten zu. Alle Destatis-Zahlen und was sie für die Studienwahl heißen. |
|---|---|
| Themenbereich | Bildung und Beruf, Hochschulen, Studienwahl |
| Veröffentlicht | 19. Oktober 2026 |
| Autor | Jan Bohlken, Diplom-Sozioökonom, Geschäftsführer des Profiling Instituts |
| Passende Leistung des Instituts | private Studienberatung, 1.400 Euro Festpreis mit Gutachten und Nachgespräch |
| Herausgeber | Profiling Institut, Eignungsdiagnostik nach wissenschaftlichen Standards, sieben Standorte in Deutschland |

Hochschulabschlüsse 2025 im Überblick
Das Prüfungsjahr 2025 umfasst das Wintersemester 2024/25 und das Sommersemester 2025. Der Frauenanteil lag wie im Vorjahr bei 53 Prozent. So verteilen sich die Abschlüsse:
| Bachelor (ohne Lehramt) | 256.000 | plus 4 Prozent (plus 10.400), 49 Prozent aller Abschlüsse |
| Master (ohne Lehramt) | 150.800 | plus 1,0 Prozent (plus 1.500), 29 Prozent aller Abschlüsse |
| Lehramt | 51.700 | 10 Prozent aller Abschlüsse, davon 19.300 Bachelor, 21.500 Master, 10.900 Staatsexamen |
| Herkömmliche universitäre und künstlerische Abschlüsse | 32.100 | zum Beispiel Staatsexamen außerhalb des Lehramts oder Universitätsdiplom |
| Promotionen | 28.800 | plus 2,4 Prozent (plus 700), 5 Prozent aller Abschlüsse |
| Herkömmliche Fachhochschulabschlüsse | 8.200 | zum Beispiel Fachhochschuldiplom |
Nach den Schwankungen der Pandemiejahre, mit rund 518.000 Abschlüssen 2021 als Folge nachgeholter Prüfungen und rund 506.000 im Jahr 2022, liegt die Zahl damit spürbar höher als vor drei Jahren.
Lehramt: der stärkste Zuwachs
Jeder zehnte Abschluss entfiel auf das Lehramt. Die Bachelorabschlüsse darunter berechtigen in der Regel noch nicht zum Unterrichten. Entscheidend sind die Master- und Staatsexamensabschlüsse: Sie stiegen zusammen um 6 Prozent auf 32.400. Den stärksten prozentualen Anstieg aller Abschlussarten verzeichneten laut Destatis die Lehramtsmaster.
Das ist eine gute Nachricht für die Schulen, die seit Jahren mit unbesetzten Stellen kämpfen. Wie die Lage nach Bundesländern aussieht, zeigt unser Beitrag zum Lehrkräftemangel in Deutschland. Gleichzeitig gehen die Schülerzahlen früher zurück als lange angenommen, wie die neue KMK-Vorausberechnung zeigt; die Einzelheiten stehen im Beitrag Lehramt studieren: Die Schülerzahlen kippen früher als gedacht. Wer jetzt ein Lehramtsstudium beginnt, sollte deshalb genau auf Schulform und Fächerkombination achten. MINT-Fächer und berufliche Schulen gelten seit Jahren als Engpassbereiche. Einen Überblick über die Wege ins Lehramt finden Sie unter Studiengänge Lehramt.
Nach Fächergruppen: vier von zehn in Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
- Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften: 41 Prozent
- Ingenieurwissenschaften: 25 Prozent
- Mathematik, Naturwissenschaften: 11 Prozent
- Geisteswissenschaften: 9 Prozent
- Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften: 7 Prozent
- Übrige Fächergruppen (Sport, Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften, Veterinärmedizin, Kunst): der Rest
Gegenüber dem Prüfungsjahr 2022 hat sich die Verteilung kaum verschoben. Damals lagen die Ingenieurwissenschaften bei 26 Prozent, die anderen großen Gruppen auf demselben Niveau wie heute.
Was die Zahlen für Ihre Studienwahl bedeuten
- Konkurrenz realistisch einschätzen. Fast jeder zweite Abschluss ist ein Bachelor, und vier von zehn entfallen auf Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. In diesen Fächern kommen jedes Jahr besonders viele Absolventinnen und Absolventen auf den Markt. Wer dort studiert, sollte früh ein Profil aufbauen: Schwerpunkte, Praktika, Werkstudententätigkeit. Hinweise zum Einstieg finden Sie unter Jobs für Hochschulabsolventen und in unserem Ranking der Top-Arbeitgeber für Absolventen.
- Den Master bewusst entscheiden. Auf 256.000 Bachelorabschlüsse kamen 150.800 Masterabschlüsse. Nicht jeder Weg führt automatisch in den Master. Ob er sich lohnt, hängt am Berufsziel, nicht an der Gewohnheit.
- Das Fach nach Passung wählen, nicht nach Statistik. Absolventenzahlen zeigen die Konkurrenz, aber nicht, wo Sie selbst erfolgreich sein werden. Einen ersten Anhaltspunkt gibt unser kostenloser Studienwahltest. Für eine belastbare Entscheidung kombinieren wir in der Studienberatung normierte Testverfahren nach wissenschaftlichen Standards mit einem ausführlichen Gespräch.
Die Gegenseite der Statistik, also wie viele Menschen heute ein Studium beginnen und wo, zeigt unser Beitrag zu den Studienanfängern 2026. Alles zu Fristen, Quoten und Verfahren steht im Leitfaden Zulassung und Bewerbung.
Quellen
- Statistisches Bundesamt: „Zahl der Hochschulabschlüsse 2025 um 3 % gestiegen“, Pressemitteilung Nr. 352 vom 02.10.2026 – destatis.de
- Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung zu den Hochschulabschlüssen im Prüfungsjahr 2022 (2023)
- Statistisches Bundesamt, GENESIS-Online: Tabellen 21321-0001 bis 21321-0007 (Prüfungen an Hochschulen)
Hinweis zur Abbildung: Die Grafik in diesem Beitrag wurde KI-generiert. Die dargestellten Werte stammen unverändert aus der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts.


